helfen Minor Majority aus Norwegen sicherlich gerne dem gramgebeugten Hörer, mit ihrem 5. Album weiter.
Hoffnungslos romantisch,bereiten Päl Angelskär und Jon Arild Stieng den Kompositionsboden, auf dem wundersam schöne melancholische Songs wachsen.
Bei soviel praktizierter musikalischen Nächstenliebe kann es nur bodenständiger melancholischer Balladen Pop sein,den MM da kredenzen und sie machen es verdammt gut. Hin und wieder(es ließ sich wohl nicht vermeiden, schmuggelte sich eine angenehm vor sich hin zwirbelnde Gitarre in die Songs wie bei" Either Way I think you know" oder auch "Dorian leaving the Table in Rage" überrascht mit "freilaufender" Gitarre, die diese Freiheiten auch sichtlich genießt und dem Song sehr gut tut sowie dem Drummer "alles" abverlangt.( das Wort "rocken" würde dem liebenswerten allgemeinen Pathos der Songs nicht gerecht werden) Bei "In a Way I think you know" und "Song for Sybil" bereichert Karen Jo Fields,wie so oft in früheren Produktionen schon mit Glockenheller angenehmer Stimme die Songs. Päl Stimme wandelt perfekt zwischen Weinen und Lachen,und Akkustische Gitarren und kleine Klaviertupfer,gezirpte Streichereinheiten und ein dezentes Schlagzeug, das hin und wieder etwas anschiebt, tun ihr übriges um uns immer einen musikalischen Silberstreif am Horizont zu bescheren. "Like someone changed the Rules for us" suggeriert positive Grundstimmung pur.
Minor Majority verschaffen uns hier auf ihren zwölf Songs rezeptfreie " lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen" Feeling, das das Winterliche vorherrschende Grau am Himmel ein bisschen verschwinden läßt und die Illusion eines zarten sich durchmogelnden Sonnenstrahles suggeriert...
Päl Angelskär und seine Band sind wie gute liebenswerte alte Freunde, die man sich immer wieder gerne mal Abends zu sich einlädt und dann schert`s auch keinen, wenn es mal mit einem guten Tropfen etwas später wird...