In seinen Geschichten verwendet der Autor die Ich-Form, die dem Lesenden suggeriert, alle gesundheitlichen Probleme sind selbsterlebt. Das beginnt beim Beratungsgespräch der Krankenkasse im besonders schweren Fall von seelischer Grausamkeit und endet bei Dr. Steinbeißers grässlichem Lieblingsinstrument. Die Sparmaßnahmen im Gesundheits- und Rettungswesen werden von U.S.Levin bissig-ironisch angeprangert und Bürokraten bloßgestellt. Familienfeiern, bei denen man nur mit schweren Krankheiten punkten kann, wechseln sich mit Krankenhausaufenthalten ab, die voller Tragik und zugleich Komik sind. Allergische Reaktionen eines Autors auf das Husten der Zuhörer erscheinen ebenso real wie das Gespräch mit seinem Verleger, der eine neue Geschichte zum Thema Kur haben will.
Für mich haben U.S. Levin, als Autor und Peter Dunsch, als Illustrator, längst bewiesen, dass sie ein gutes Gespann mit dem Gespür für Situationskomik sind. Dieses Buch ist für Kranke und Gesunde gleichermaßen geeignet. Vielleicht deshalb, weil es stellenweise nicht nur humorig, sondern auch - durch den ernsten Hintergrund, der gelegentlich durchschimmert - etwas makaber geraten ist.