Da ich selber im März diesen Jahres eine Fehlgeburt hatte und zusammen mit meinem Mann an einem Baby "arbeite" konnte ich die Gedanken der Autorin "leider" sehr gut nachvollziehen. Sie beschreibt in dem gleichen Gefühlschaos, in dem ich war und auch noch bin, was man als Frau mit solch schmerzhaften Erfahrungen und Hoffnungen denkt. Erstaunlicherweise benützt sie Wortwendungen und Beschreibungen, trifft Einschätzungen und Aussichten, die auch so von mir hätten stammen können (und wahrscheinlich von vielen anderen Frauen). Sie erlebt das Verhältnis zu anderen Frauen, die "einfach so" schwanger werden und Kinder kriegen, genau wie ich es erlebe: mit Unbehagen und ein bißchen Neid. Und sie beschreibt das Gefühl, das die anderen sich nach der Fehlgeburt fast alle (inclusive Partner) "falsch" verhalten haben (Dieses Gefühl kennt wohl fast jede Frau, die schon in einer solchen Extremsituation war). Die hoffnungsvolle Aussicht ihrer Geschichte ist, daß sie am Ende den Weg zu sich selbst wieder findet und neue Hoffnung schöpft, nachdem sie erleben musste, daß ihre Mutter eine schwere Kopfoperation (gutartiger Tumor) hat.Die Genesung ihrer Mutter gibt ihr neuen Lebensmut.
Eine Geschichte für Frauen mit Kinderwunsch, die auch schon negative Erfahrungen i.d.Z. machen mussten und einfach mal was zur Aufarbeitung ihrer Erlebnisse lesen möchten, das man ohne Lexikon und gynokologisches Fachwissen verstehen und nachvollziehen kann.
Eine Geschichte, die ein "chaotisches Gefühlsgemüt" bezüglich des eigenen Kinderwunsches zumindest (zeitweise) ein bißchen lindern kann.....