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Eismond [Gebundene Ausgabe]

Jan Costin Wagner
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 305 Seiten
  • Verlag: Eichborn (Juli 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821806990
  • ISBN-13: 978-3821806990
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 403.233 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jan Costin Wagner
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kommissar Kimmo Joentaa trauert um seine verstorbene Frau und zweifelt am Sinn jedes Weiterlebens. Ein Mordfall holt ihn in die Realität seines Berufs zurück, gibt ihm Kraft zu einem Neubeginn. Jan Costin Wagner ist mit Eismond ein wundervoller Roman um die Bewältigung eines großen Verlustes gelungen.

Kimmo Joentaa wollte die unheilbare Krankheit seiner Frau nie so richtig wahrnehmen. Nun ist Sanna Joentaa tot und Kimmo bezweifelt, ob er ohne sie weiterleben will. Der Gedanke an Selbstmord wird zum ständigen Begleiter. Ein ungewöhnlicher Mordfall zwingt Joentaa in die ungeliebte Realität zurück.

In ihrem Haus wurde eine junge Frau mit einem Kissen erstickt, Spuren eines Kampfes werden nicht gefunden. Zunächst schleppt sich Joentaa durch den Fall, argwöhnisch beäugt von seinem Vorgesetzten Ketola. Weitere Morde nach dem gleichen Muster geschehen, ohne dass plausible Verbindungen zwischen den Verbrechen erkennbar sind. Nach und nach wird die Ermittlung für Joentaa zur Obsession und er erkennt den Grund. "Der Gedanke, dass der Täter gefasst war, hatte ihn erschreckt, hatte ihm Angst gemacht. Mit dem Mörder würde auch das Rätsel verschwinden, dass ihn vor der endgültigen Leere bewahrte." Die Intensität, mit der sich Joentaa nun den Ermittlungen widmet, lässt ihn kleinste Einzelheiten wahrnehmen und schließlich die Verbindung der Morde erkennen. Dabei wird ihm bewusst, dass zwischen Täter und Ermittler eine Intimität, eine Seelenverwandschaft entstanden ist, die auf der gemeinsamen Erfahrung großer Verluste gründet.

Bereits sein Romandebüt Nachtfahrt hat Jan Costin Wagner viel Anerkennung eingebracht, unter anderem den "Marlowe" als Auszeichnung für den besten Krimi des Jahres 2002. Eismond besticht vor allem durch die überzeugende Zeichnung der Innenwelt seines Helden Kimmo Joentaa, eines Menschen am emotionalen Abgrund, der durch das Schicksal eines anderen seine tiefe Krise überwindet. Einer der besten Krimis des Jahres! Man kann den Autor nur beschwören, der Versuchung zu widerstehen, aus diesem wundervollen Roman und dieser wundervollen Hauptfigur eine Serie zu basteln. --Ulrich Deurer

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 24.07.2003
Tobias Gohlis ist begeistert von diesem "außerordentlichen" Kriminalroman. Jan Costin Wagner lassen "die Regeln des Genres gleichgültig". Es geht um den Tod in diesem Buch, erfahren wir. Die Frau des Kommissars Joentaa stirbt im Krankenhaus, schläft einfach ein, erzählt Gohlis. Joentaa, tief erschüttert, wird danach von der "Leere" schier erdrückt. Doch dann gibt es seltsame Todesfälle: Mehrere Frauen werden auf "beinahe liebevolle" Art getötet. Auch dieser Mann, glaubt Joentaa, hat jemanden verloren. Sein Verstandnis für den Täter, das "Gemeinschaftsgefühl der vom Tod Affizierten", lässt Joentaa den Fall lösen. Doch für Gohlis geht es in diesem Roman nicht um das "wer", sondern um das "warum", um "das Geheimnis des Todes" selbst. In seiner "ruhigen, kargen, introspektiven Sprache" ist Wagner nah an dieses Rätsel herangerückt, schreibt unser tief beeindruckter Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 05.08.2003
Ansgar Wagner ist außerordentlich beeindruckt von diesem Buch, das ein "spannender Krimi", aber zugleich noch viel mehr sei: Es geht darin um Menschen, die sich mit den "letzten Dingen" beschäftigen, nämlich den Tod. Kommissar Joentaa hat gerade seine Frau verloren, als ein Serienmörder anfängt, Frauen zu töten. Nachdem er das Opfer gesehen hat, vermutet der Kommissar, dass auch der Täter einen Menschen verloren hat. Jan Costin Wagner erzählt seine Geschichte "multiperspektivisch", schreibt unser Rezensent. Der Leser wird parallel zur Ermittlungsarbeit des Kommissars in die "Erlebniswelt" des Mörders eingeführt. Neben der Kriminalgeschichte ist dieser Roman auch eine "außergewöhnliche Liebeserklärung an Finnland", versichert der Rezensent. Im Zentrum der Geschichte aber stünden zwei Menschen, die versuchten, die "Kontingenz des Daseins zu bewältigen".

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Jan Costin Wagner, 1972 in Langen/Hessen geboren, wurde durch seinen Roman: "Nachtfahrt" bekannt. Hierfür erhielt er im Jahre 2002 den Marlowe-Preis für den besten Krimi. Doch es war der vorliegende Roman, Eismond, der seinen literarischen "Durchbruch" bewirkte. Der Tod seiner Frau Sanna stürzt den Protagonisten Kimmo Joenta in tiefe Verzweiflung. Es scheint nun nichts Lebenswertes und Wichtiges für Kimmo auf dieser Welt zu geben. Kimmo zieht sich in seine Welt der Trauer zurück.

Da werden in Turku zwei junge Frauen und ein schwedischer Student im Schlaf erstickt. Wer war der Täter? War es Joentaa selber, der - durch den Tod seiner Frau - verrückt geworden ist? Der Leser weiß es bald besser. Er kennt - daraus resultiert die große Spannung - den Täter früher als Kimmo. Doch nicht die Suche nach dem täter ist das Wichtigste an diesem Roman - er ist eben kein "Rätselkrimi", sondern das Thema Leben, Tod und Sterben. Das Buch stellt die existentielle Frage, die sich jeder einzelne Mensch stellt: Was ist der Sinn des Lebens und des Todes.

"Stilistisch ausgefeilt und mit leiser Wortgewalt schreibt Jan Costin Wagner ein beklemmendes Psychogramm von zwei vom Tod berührten Menschen...Das Buch ist weit mehr ein philosophisches Werk, als...nur ein Kriminalroman." - diesem Urteil eines Rezensenten (vgl. http://www.inkultura-online.de/eismond.htm) ist meines Erachtens nichts hinzuzufügen. Psychologisch ist das Buch eine Meisterleistung - wenn auch die Verknüpfung des Todesfalles von Kimmos Frau und den Morden etwas konstruiert wirken mag. Dennoch ein lesenswertes Buch, welches den Vergleich mit dem Erstling: "Nachtfahrt" nicht zu scheuen braucht. Meines Erachtens gehört "Eismond" zu den besten deutschen psychologischen Kriminalromanen. Unbedingt lesenswert.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unglaublich genial erzählt!!! 25. November 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Vom ersten Satz an ist man in dieser Geschichte drin, mir ging es teilweise so nahe, dass ich nach jeweils 2-3 Kapiteln eine Pause einlegen musste, aber nur um danach umso neugieriger weiterzulegen. Ich habe selten einen Autor gelesen, der es versteht, seine Figuren so knapp zu beschreiben und trotzdem meint man, jeden einzelnen ganz genau zu kennen und zu verstehen, einfach durch das, was sie sagen und tun. Die Spannung in diesem Buch und auch die Kunst, die jeder einzelne Satz wirklich ist, liegt genau darin, wie Jan Costin Wagner seine Personen miteinander verwebt und verstrickt, jeden geht das Schicksal des anderen etwas an und nicht nur, weil es darum geht, eine Mordserie aufzuklären. Hoffentlich wird Wagner noch viele Bücher schreiben...
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Insgesamt hebt sich dieser Roman deutlich poisitiv von der herkömmlichen Krimikost ab. Vor allem von dem, was einem im Moment an skandinavischen Spannungsromanen präsentiert wird. Wagner meint es ernst mit einer bestimmten Form von nordischer Melancholie, er liefert wunderbare Landschaftsbilder - und sehr eindringliche von verstörten Seelenlandschaften gleich dazu. Die folgende Kritik siedelt also auf sehr hohem Niveau.

Manchmal leidet die Spannung etwas unter der ständigen Auseinandersetzung der Hauptfigur mit dem Tod. Und auf Dauer kann es keine erfolgversprechende Motivation für einen Kriminalisten sein, bestimmte Schwingungen zu empfangen. Besonders gegen Ende des Romans macht sich die Zweischneidigkeit dieses Ansatzes bemerkbar. Es ist wirklich nicht nachvollziehbar, warum nun auch der Täter eine entsprechende Schwingung zum Ermittler aufzubauen scheint. Und diese deutsche Perspektivfigur, die am Ende plötzlich auftaucht und schier funktionslos bleibt, irritiert zusätzlich. (Auch wenn man sich denken mag, dass sich in ihr das alter ego des Autors verbirgt.)

ABER: Das Buch ist sprachlich ohne Mängel, sehr überzeugend, und es läßt sich insgesamt weit besser und angenehmer lesen, als vieles andere.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Knapp, düster und psychologisch ergreifend
Der Autor hat eine knappe Sprache, die auf unnötigen Ballast verzichtet.
Wagner kommt auf den Punkt. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Caroline Fuhrwanger veröffentlicht
Der Schlaf und der Tod
Die Frau des Polizisten Kimmo Joentaa ist schwer krank und schläft friedlich ein. Kurz danach geschieht ein Mord, bei dem die Frau im Schlaf mit einem Kissen erstickt wird. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Bernd Hußnätter veröffentlicht
sehr spannend und emotional packend
wow, endlich mal ein krimi, der einen emotional packt, die figuren nicht eindimensional darstellt und auch noch spannend ist. freue mich schon auf die fortsetzungen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Petra Berleb veröffentlicht
Pseudokrimi
Mich langweilen Krimis, wenn die Mörder Psychopathen sind. Da hilft auch nichts, dass die Sprache wirklich schön ist und viele gute Einzelideen im Buch stehen.
Vor 8 Monaten von burri9 veröffentlicht
Die Schwächen überwiegen leider
Das Positive an diesem sehr ungewöhnlichen Krimi ist die Haltung des Protagonisten Kimmo, damit meine ich, seine Hoffnung, die Auflösung dreier Mordfälle lasse sich... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von von Krimis fasziniert veröffentlicht
Das Rätsel des Todes
Kimmo Joentaa kann und will es nicht begreifen: Seine junge, schöne Frau Sanna ist tot. Der Schmerz sitzt tief. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2010 von Günter Nawe "Herodot"
Langweilig...
Es hört und hört nicht auf. Immer das gleiche Thema... der Tod der eigenen Frau in Verbindung zum aktuellen Fall.... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2009 von alex9bis11
Berührende Kälte!
Jan Costin Wagner ist ein hervorragender Kriminalroman gelungen.
Er schürft tief und blickt nicht nur einem besonderen Kommissar in die Seele:
Alle handelnden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juli 2009 von zeilensprung
originell aber langatmig
Ich finde das Buch vom Ansatz her - als Krimi sozusagen - durchaus originell. Die subjektivistische Sichtweise aber - meist aus Sicht des Kommissars Joentaa - macht den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2009 von Leon Gongora
Tiefgreifender Roman mit ungewöhnlichem Ausgang
Das Buch wurde mir als Krimi verkauft, aber es handelt sich doch eher um einen Roman.

Bereits auf den ersten Seiten wird man in den Bann der Figur des Polizeinspektors... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2008 von M. Andreas
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