Das Buch bietet aus meiner Sicht eine recht ordentliche, anschauliche Einführung in den Eiskunstlauf. Der kleine historische Abriss über die Geschichte des Eiskunstlaufens ist mir allerdings ein wenig zu kurz geraten.
Ich selbst bin künstlerisch motivierter Eisläufer und Eistänzer der einen philosophisch-expressiven Freistil pflegt und über ein langjähriges Wissen im Eiskunstlauf verfügt. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich mir als Trainer viel Zeit nehmen, meine Schülerinnen und Schüler ausführlich über die Geschichte des Eiskunstlaufs zu unterrichten. Dies bringt sehr viel Verständnis für die Philosophie und die Ästhetik des Eiskunstlaufs und ist wichtiges Element für die spätere Aufbauarbeit.
Um zum Buch zurückzukommen: Die anschließenden Kapitel zu den Grundlagen des Bewegens im Eiskunstlauf und den geforderten Techniken finde ich gut gelungen und ausführlich bebildert. Dabei wird der Weg vom Anfänger über den Frei-, Figuren- und Kunstläufer zum Klassen- und schließlich Meisterläufer sehr gut aufgezeigt. Selbst schwierige Elemente werden leicht verständlich dargestellt. Ein Manko ist es allerdings, dass in diesem Buch die so wichtige Anleitung der exakten Armführung nicht vorkommt.
Das Buch möchte Hobbyläufern jeden Alters, die sich für die ästhetisch-schöne Variante des Eislaufs interessieren, die Möglichkeiten bieten, Techniken des Eiskunstlaufs selbst zu erlernen oder zu verbessern. Das Ziel Techniken selbst zu erlernen kann das Buch aus meiner Sicht allerdings nicht erreichen. Ich finde es zwar sehr informativ und es bietet auch wirklich viele Anregungen, die sportlichen Bewegungsabläufe und tänzerischen Bewegungen in einem Buch in Worte zu fassen, ist von Natur aus aber sehr schwierig.
Das Buch ist aber mit Sicherheit gut geeignet, Gelerntes aus einem Eislauf-Training besser zu verstehen, nachzulesen und zu vertiefen. Eine gute Alternative zu diesem Buch bietet nach wie vor das Buch von Denise Biellmann "Ein Lehrbuch für alle" welches leider oft nicht lieferbar ist.