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am 18. September 2007
Jón Hallur Stefánsson rückt in seinem Debütroman die Figuren in den Mittelpunkt des Geschehens und liefert damit einen Krimi ab, der sich zum größten Teil auf rein psychologischer Ebene abspielt. Ganz in Ruhe beobachtet Stefánsson seine Protagonisten, lässt ihre Persönlichkeiten auf den Leser wirken, so dass man bei der Lektüre schon fast vergisst, dass man es mit einem Krimi zu tun hat.

In gewissem Maße ist das einer der Vorzüge von "Eiskalte Stille". Der Leser bekommt das Gefühl, ganz nah am Geschehen zu sein, ganz tief in die Seelen der Figuren zu blicken und folgt dadurch gespannt dem Plot. Der Plot selbst funktioniert ein Stück weit wie ein Puzzle. Jede Figur liefert eine neue Sichtweise, eine neue Facette der Geschichte, ohne dass das große Ganze sich offenbart. Der Fall bleibt bis zum Schluss spannend, da der Leser nicht weiß, was wirklich in der Tatnacht passiert ist.

Stefánsson verzichtet auf klischeehafte Gut- und Böseschattierungen und zeigt jede Figur mit ihren dunklen Seiten. Stefánsson entwirft recht akkurate psychologische Profile seiner Protagonisten und ausgefeilte Facetten einer Geschichte, die mit jedem Kapitel verzwickter und undurchdringlicher zu werden scheint. Und so bereitet er die Bühne für den Showdown am Schluss, in dem er den Leser mit dem unerwarteten Ausgang der Geschichte konfrontiert. Dessen Tempo und Actionreichtum steht zwar in einem ziemlichen Kontrast zum Rest des Romans, dennoch schafft Stefánsson es so, die Spannungskurve noch einmal steil nach oben zu ziehen.

FAZIT: "Eiskalte Stille" ist kein Krimi von der Stange, sondern ein ausgefeiltes und feinsinniges psychologisches Kammerspiel mit interessanten Figuren. Wie ein Puzzle setzt Stefánsson ein Bild zusammen, das am Ende dann doch ganz anders aussieht, als man vermutet hätte. Spannend und mit ambivalenten Figuren kommt die Geschichte daher. Ein leiser Krimi, der erst zum Ende hin eine schnellere Gangart einlegt, aber dennoch keine Langeweile schürt. Freunde feinkomponierter, psychologischer Krimis können hier getrost zugreifen.
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am 27. September 2007
Ich bin ja eigentlich kein Krimileser und kaufte mir das Buch, um einfach bei meinem letzten Urlaub eine spannende und nicht allzu anstrengende Lektüre dabei zu haben. Dabei hatte ich just keinen typischen Vertreter seiner Gattung und trotzdem ein spannendes Buch erwischt. Der Klappentext schafft es überhaupt nicht, ein Gefühl zu vermitteln, was einen in dem Buch erwartet.

Auf eine Leiche muss man ziemlich lange warten und es dautert noch länger bis die Polizei wegen ihr ermittelt. Vielmehr lässt sich das Buch wie eine Darstellung der Seelenlage einiger Isländer an. In 60 Kapiteln wird die Geschichte jeweils aus Sicht der unterschiedlich Protagonisten erzählt. Dabei vermittelt der Autor ein eher bedrückendes Bild des Lebens auf der Insel. Wut, Frustration und Enttäuschung stellen dominierende Gefühle der Charaktere dar. Die dargestellten Menschen sind entweder unglückliche Singles oder Paare in deutlich angeknacksten bis kaputten Beziehungen. Männer sind tendenziell promisk und dem Alkohol nicht abgetan und die dazugehörigen Frauen frustriert bis depressiv. Jugendliche sind wütend und irgendwie auch unzufrieden.
Es scheint fast, als gäbe es keine "gute Ordnung" oder Normalität um deren Willen der Mord überhaupt aufgeklärt werden müsste. Der Mord ist weniger Ausgangspunkt der Geschichte als Konsequenz der traurigen Lebensumstände.

Durch seine Erzählweise (und wegen der ungewohnten isländischen Namen) wirkt das Buch anfangs etwas unübersichtlich und die Geschichte nimmt erst langsam Fahrt auf. Spätestens mit dem letzten Drittel konnte ich es dann aber doch nicht mehr aus der Hand legen. Dem Autor gelingt der Spagat gut, uns im Prinzip die Gedanken aller Charaktere wissen zu lassen und uns den Mörder doch erst am Schluss zu verraten (und dann eigentlich auch nicht).

Trotzdem finde ich das Buch nicht völlig gelungen weil es weder Fisch noch Fleisch ist. Für einen Krimi folgt es zu wenig dem klassischen Plot und hat nicht die klassische Gut/Böse-Perspektive. Für ein Sozialdrama ist es dann doch etwas zu plakativ und einseitig negativ. Dieser Spagat gelingt dem Autor meines Erachtens leider nicht.
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am 22. März 2009
Nachdem er eines Nachts nach einem Telephonanruf übereilt davonstürmt und zu seinem Sommerhäuschen an einem abgelegenen isländischen See fährt, wird der Architekt Björn mit schweren Schädelverletzungen am Seeufer gefunden. Ein Unfall oder ein Mordversuch? Das ist zunächst nicht klar, doch als auch seine Geliebte, Sunneva, als vermisst gemeldet wird, fängt alles an, auf ein Verbrechen hinzudeuten. Doch was genau ist passiert und wer hat Björn und Sunneva angegriffen? Weil er verheiratet ist und die viel jüngere Sunneva die Tochter seines früheren Geschäftspartners und seiner Ex-Geliebten ist, gibt es mehr als genug Verdächtige. Und dann wären da auch noch Sunnevas eifersüchtiger Ex-Freund und die japanische Mafia, die Sunnevas Vater bedroht, weil dieser in unsaubere Geschäfte verwickelt ist...
Die Auflösung des Krimis ist ebenso intelligent wie spannend, weshalb ich hier gar nicht mehr schreiben will, um niemandem den Spaß zu verderben. Wie man das aus dem skandinavischen Raum inzwischen erwartet, ist dieser Krimi menschlich teils recht finster und brutal, aber auch mit einem bissigen Humor und viel Ironie ausgestattet, was das Ganze etwas auflockert. Zu erwähnen wäre noch, dass der Roman sich recht ausgewogen auf mehrere Charaktere und ihre Erlebnisse verteilt, statt sich auf einen Charakter oder eine Sichtweise zu konzentrieren. Damit steht der Ermittler nicht im Mittelpunkt, sondern es geht wirklich um das Verbrechen mit allen Beteiligten. Es ist ein gut geschriebener Krimi und für Krimi-Liebhaber absolut empfehlenswert.
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am 14. Juli 2011
Eigentlich lese ich Islandkrimis sehr gerne. Aber man kann großartige Bücher auch schreiben ohne vulgär oder pornografisch zu werden. Habe das Buch deswegen nach den ersten paar Kapiteln weggelegt. Schade eigentlich.
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