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Mal abgesehen davon, das Ryan Phillippe und Sarah Michelle Gellar (die hervorragenden Hauptdarsteller aus dem 1. Teil) in diesem Film nicht mitspielen; die schauspielerische Leistung der beiden "Ersatzschauspieler" fällt äußerst negativ auf. Zudem bietet der Film nur einen lauwarmen Aufguß vom 1. Teil. Eigentlich wiederholt sich alles, nur auf wesentlich niedrigerem Niveau. Nicht einmal die "Duschszene" kann darüber hinwegtäuschen.
Ich kann gar nicht glauben, das bei diesem Werk ebenfalls Roger Kumble Regie geführt hat. Den genialen 1. Teil haben wir anscheinend nur den Schauspielern zu verdanken.
Ich bewerte hier ausschliesslich den Inhalt und nicht die technische Qualität oder Ausstattung der DVD.
Schon in den ersten 10 Minuten bekommt man einen Geschmack davon was einen erwartet. Die Musik kommt einem bekannt vor, die Szenen tun es ebenfalls. Ein Déjà-vu? Im Prinzip nicht. An dieser Stelle wird einem klar, dass der Titel „Eiskalte Engel 2“ irreführend ist. Es ist keine Fortsetzung, sondern ein Remake. Der Plot ist fast genau identisch mit dem Original. Die Handlungsstränge sind zwar ein wenig anders, aber beide Filme haben die gleichen Ankerpunkte. Dazu zählt z.b. die Szene beim Schuldirektor oder der Knutschunterricht von Kathrene.
Einige Ideen sind originell, aber viel neues gibt’s nicht. Eine nette Auflockerung war das abendliche Pokern mit dem Personal oder das Massage-Intermezzo von Sebastian mit seiner Stiefmutter. Es fehlt dieser Version aber an Biss und Handlungsvortrieb. Sebastian wirkt in einigen Situationen aber wie ein pubertärer Trottel, der die Lage nicht im Griff hat (wie man es von ihm erwarten würde). Er zeigt zudem nicht die nötige coolness, die wir aus dem 1. Teil kennen.
Die Figur der Kathrene wirkt ebenfalls zu oberflächlich. Unter einer bösen Stiefschwester stellt man sich mehr vor als nur eine verzogene Göre, die dumme Sprüche klopft. Es fehlt das intrigante, böse Wesen, wie es Sarah Michelle Gellar so schön im 1. Teil demonstriert hat.
Das Ende offenbart ein wenig Überraschung, aber nicht mehr als einen kurzen Aha-Effekt. Es fehlt ein guter Schlusstrich, denn die letzten 3 Minuten sind mehr als einfallslos.
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