Einen Gletscher beim Kalben beobachten, in eine fast unerforschte Höhle absteigen oder den Südpol überfliegen - wer all das und einige Eisiges mehr schon immer einaml erleben wollte, der sollte sich diesen beeindruckenden Bildband leisten: Die beiden Geologen Angelika Jung-Hüttl und Bernhard Edmaier habe es schon für ihn erledigt. Zu den packenden Bildern liefert Angelika Jung-Hüttl spannende Reportagen. Daß die natürlich auch wissenschaftlich fundiert sind, versteht sich beim Beruf der Autorin von selbst. Doch bei allem Sachverstand bleibt Jung-Hüttl leicht verständlich und anschaulich.
In ihren Texten erläutert sie die ökologischen Zusammenhänge und physikalischen Hintergründe rund um die Kälte - gut verständlich und spannend verpackt. Der Einstieg in eine oberbayerische Eishöhle gerät dabei nicht weniger interessant wie die Fahrt auf deinem Eisbrecher der International Ice Patrol vor Neufundland.
Die acht Kapitel des Buchs, das 1997 zurecht zum "Wissenschaftsbuch des Jahres" als bester Bildband gekürt wurde, behandeln die Entstehung und Formen von Eis, Eishöhlen und Gletschern. Sie berichten über Eiszeiten, Polareis und Eisberge. Wer nach dem Lesen dieses Buchs noch nicht friert, der hat wahrscheinlich gerade die Füße im Ofen. Denn den Autoren ist ein vergnügliches und informatives Buch gelungen, in dem viele Geschichten rund um Eis, Schnee und Menschen, die sich mit dem kalten Stoff beschäftigen, erfährt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)