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Produktinformation
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In Eisige Nähe erwischt es den beliebten, aber im Privatleben extrem unsympathischen Musikproduzenten Peter Bruhns, den Schmidt gemeinsam mit dessen blutjunger Geliebten zu einem sexuell anzüglichen Gruppenbild arrangiert. Durch einen Anruf des Täters alarmiert, wenden sich die miteinander liierten Kommissare Sören Henning und Lisa Santos von der Kieler Mordkommission dem Fall zu – und müssen bald erkennen, dass der Tod des Produzenten eine politische Dimension hat, die sie sich so nicht zu erträumen gewagt hätten. Und dann spielt Hans Schmidt am Ende auch im Leben der beiden Ermittler eine überraschende Rolle...
Manches ist nicht ganz glaubwürdig in Eisige Nähe von Andreas Franz. Warum zum Beispiel das erfahrene Ermittlerduo Henning/Santos trotz des bis in die Wortwahl eindeutigen Anrufs und des mörderischen Arrangements am Tatort auch nur eine Sekunde lang davon ausgehen kann, dass es sich beim Doppelmord um eine Selbsttötung handeln könnte, bleibt ein Rätsel. Und dass Hans Schmidt unter anderem die Frau eines aussichtsreichen US-Präsidentschaftskandidaten ermordet haben soll, mit der er auch noch eine Affäre hatte, ist dann doch etwas allzu dick aufgetragen. Gerade die Mörderbiografie Hans Schmidts scheint vom Wunsch ihres Autors beseelt zu sein, der Figur alles auch nur erdenklich Perfide, Kaltblütige, Genialische mit auf den leichengepflasterten Weg zu geben.
Darüber hinaus aber ist Eisige Nähe wieder ein solide gemachter, klug gebauter und handwerklich perfekt erzählter Krimi à la Andreas Franz geworden, der auch noch eine erstaunliche Wendung nimmt. Für Einsteiger und Fans gleichermaßen empfehlenswert.
- Stefan Kellerer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
erschreckende Realität,
Von
Rezension bezieht sich auf: Eisige Nähe: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn die Kriminalromane von Andreas Franz fiktiven Ursprungs sind, so ist die Nähe zur Realität in seiner Büchern immer wieder spürbar.Da ich schon einige seiner Romane gelesen habe, fällt mir auf, dass das organisierte Verbrechen und seine Verstrickungen in Politik, Wirtschaft und auch in das Polizeiwesen dem Autor ein besonderes Anliegen ist.In diesem Buch wird der Mörder, der nach und nach Personen liquidiert, schon zu Anfang vorgestellt, was sehr ungewöhnlich für einen Krimi ist. Aber Franz geht es in diesem Buch vor allem darum,die Verbindungen von Politik, Wirtschaft und Polizeiwesen und deren Verstrickungen in das organisierte Verbrechen zu beschreiben und deutlich zu machen, wie machtlos das normale Polizeiwesen dem gegenübersteht. Korrupte Leute in Machtpositionen,für die ein Menschenleben keinen Wert besitzt und die auch vor Gewalt gegen Kinder nicht zurückschrecken, beherrschen das Geschehen dieses Romans, der an manchen Stellen schon sehr brutal daherkommt.Trotzdem hatte ich als Leser nicht eine Minute das Gefühl, dass es um Effekthascherei geht, sondern dass das Geschehen durchaus der Realität entsprechen könnte. Mit Spannung verfolgt man, wie das Ermittlerduo de Santos und Henning versuchen,in ihrem Fall, der in Kiel spielt, einen Fuss an den Boden zu bekommen, was ihnen allerdings von allen Seiten erschwert wird. Was mir an diesem Buch neben der durchgehenden Spannung im Geschehen außerordentlich gut gefallen hat, war, dass die Machtlosigkeit des Polizeiapparates und die daraus resultierende Frustration der ermittelnden Beamten gut nachvollziehbar beschrieben wurde. Für mich war der neue Franz wieder ein tolles Leseerlebnis, das mir so manchen Schauer über den Rücken gejagd hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Nicht der gewohnte Franz,
Von
Rezension bezieht sich auf: Eisige Nähe: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Ich , als eingefleischter Fan von Andreas Franz, habe mich natürlich sehr auf das neue Buch vom ihm gefreut. Immer noch "berauscht" von seinem Werk Spiel der Teufel habe ich dementsprechend hohe Maßstäbe an diese Roman angelegt.Leider konnte mich persönlich dieser Roman nicht überzeugen. Ich habe ihn nach 1/3 des Buches enttäuscht zur Seite gelegt und war froh das ich das Buch nur ausgeliehen hatte da ich mich ansonsten sehr geärgert hätte. Was mich störte ? Ich fand die Story - die sich zunächst typisch Franz spannend anhörte- im Buch selber realtiv langatmig und langweilig. Gut es gan die üblichen Toten aber irgendwie wollte meiner Meinung nach die Story nicht so wirklich an Fahrt gewinnen. Der Autor verlief sich in Recherchen die mich als Leser eher langweilten als in die Story hineinführten. Da ich da leider kein "Land sehen konnte" habe ich entnervt aufgegeben. Schade warten wir auf den nächsten Roman. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Erschreckend in jeder Hinsicht,
Von Thomas BTF "btf12" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Eisige Nähe: Kriminalroman (Taschenbuch)
Dieses Buch schildert die wilden Verstrickungen von Staatsapparat und Organisiertem Verbrechen - wirklich erschreckend, auch wenn nur 10% davon wahr wären. Erschreckend sind aber auch die Dialoge in diesem Roman, mit das schlimmste, das man in deutschen Krimis lesen kann! Ich war mehrmals knapp davor, dieses Buch abzubrechen. Manche Gespräche zwischen den beiden Protagonoisten Santos und Henning erinnern an "Schwiegertochter gesucht" oder anderen RTL-"Highlights". Ich bin diesbezüglich wirklich nicht zimperlich, ein Krimi ist nun mal (gottseidank) kein ernster Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis und dient in erster Linie der Unterhaltung. Die Sprache sollte zur Handlung passen bzw. zum Milieu. Aber etwas mehr Geist und Anspruch liest sich einfach besser.Was über diese Schwäche hinweg hilft, ist die spannende Story. Auch werden die Bezüge zu realen Gegebenheiten wie Casting-Shows oder Pannen bei der DNA-Analyse diesen Roman auf. Letztendlich ist man so tief in der Handlung drin, dass man auch unbedingt wissen will, wie's weiter geht. Trotz der üblen Dialoge und einiger (un-)logischer Eskapaden liest sich dieser Krimi im zweiten Teil, wenn man sich also bereits an die Dialoge gewöhnt hat, ganz passabel. Empfehlen kann ich es aber trotzdem nicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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