Die Inhaltsangabe des Buches hat mich sehr angesprochen und neugierig gemacht.
Das Werk ist insgesamt in Prolog, Epilog und drei größere Teile, die nochmals in mehr oder weniger lange Kapitel unterteilt sind, gegliedert.
Die Geschichte war so vielschichtig, dass es mir unmöglich ist, eine eigene Inhaltsangabe zu erstellen, ohne etwas zu verraten. Der Klappentext bringt das Wesentliche.
Durch die Komplexität hat die Spannung meiner Meinung nach sehr gelitten. Die Nebenhandlungen , oder was ich dafür hielt, nahmen einen großen Raum im Roman ein.
Die Machtkämpfe", die die einzelnen Ermittler untereinander ausfechten, haben sich für meine Begriffe sehr in Details verloren. Auch das hat zum Spannungsverlust beigetragen.
Die Erklärungen der verschiedenen Bikergangs und die Vorstellungen der Protagonisten und Figuren waren wiederum sehr anschaulich dargestellt. Ich hoffe, dass diese Ausführlichkeit sich im zweiten Teil, Treibeis", als hilfreich herausstellt.
Ebenso wurden gewisse Szenen, wie z. B. eine Autobombe versteckt wird, so gut beschrieben, dass ich richtig mitfiebern konnte. Ich war praktisch mittendrin.
Trotz der Langatmigkeit hat mich die Geschichte immer weitergezogen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, ob es weitere Tote gibt und wie Detective Cinq-Mars mit dem Geschehen, das doch zeitweise sehr brutal klang, umgeht.
Auf den letzten zweihundert Seiten nahm die Spannung enorm zu. Ich konnte praktisch das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Die Auflösung gestaltete sich nachvollziehbar, wenn auch wieder sehr komplex.
Das Ende hat mich beruhigt und zufrieden zurückgelassen, wobei ich jetzt nicht auf ein Happy-End anspiele.
Fazit:
Wegen der zeitweisen Längen im Buch gebe ich dem Werk drei von fünf Sternen.
Auf den zweiten Fall mit Sergeant-Detective Emile Cinq-Mars bin ich schon sehr gespannt. Er liegt schon lesebereit neben mir.