Der "Eiserne Dorn" am Anfang ganz gut zu lesen, auch wenn es an einigen Stellen nicht "noch die nächste Seite"- Gefühl gibt, die beiden Hauptcharaktere sind sehr gut beschrieben, bei den anderen mangelt es an Ausführungen/ Beschreibungen.
Die komplette erste Hälfte erinnert eigentlich stark an ein Vietnam- Thema, aber da es so etwas wie Fluss- und Wasserkämpfe bisher noch in keinen Roman gab (jedenfalls in keinen den ich bisher gelesen habe) hat es doch ein Interessantes Thema.
Zur Story: Eine Kompanie soll ins Feindesland eindringen und dort mit minimaler Unterstützung ein riesiges Geschütz zerstören, damit die restlichen Truppen vorrücken können. Die Überlebenschancen dieser Männer sind dabei irrelevant wenn es nach dem Oberkommando geht und betragen fast Null. Hier wird auch schön diese Schnittstelle eingebaut, wie brutal die Eklessiarchie manchmal vorgeht.
!!!VORSICHT SPOILER!!!
Und dadurch wendet sich im letzten Drittel des Buches alles um, was vorher "Gut" war, wird "Böse" spätestens als "Engel Eins" (Der Pilot zur Unterstützung) feige ermordet wird, bricht einen beim lesen das Herz, da mit mit diesem Charakter sogar mitfiebern konnte. Ab dann geht es nur noch um Rache, und dort wird das Buch durchgängig spannend und fesselnd, so sieht man nämlich mal, wie sich Soldaten auch dem Chaos zuwenden können, tatsächlich mal nicht ein Gut und Böse- Szenario sondern alles liegt in einer Grauzone.
!!!SPOILER ENDE!!!
Fazit: Nach dem ersten etwas unglücklich geratenem Buch des Autors kommt nun ein sehr solider Roman in einer guten Atmosphäre mit viel 40k- Flair und ist für mich ein neuer Massstab für Autoren der Black Libary. Henry Zou hat seinen "Wendepunkt" geschafft, und steigt in meinem Ansehen, man freut sich auf die (hoffentlich geplante) Fortsetzung oder einem schönen weiteren Abenteuer aus seiner Feder (oder Drucker^^)