Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Eintagsfliegen leben länger" - Kishons Humor lebe hoch!, 6. November 2001
Die satirischen Geständnisse Ephraim Kishons sind wieder mal ein feiner Lesespass - nicht nur für Kishon-Fans aber besonders für die ambitionierten Hobby-Autoren darunter :-) da haarstäubende "Tricks" (für Literaturpreise) verraten werden... Viele witzige Geschichten werden geboten - herausstechend ist beispielsweise Kishons Selbstinterview. Die ergraute "Eintagsfliege" präsentiert kurze humoristische Splitter aus dem Werdegang von Schriftstellern, Stories aus dem Bereich "gekonnter" Autorenwerbung, Abgründiges aus der Welt der Kritiker (man kann ein Buch genial kritisieren - ohne es überhaupt gelesen zu haben) sowie selbst Erlebtes. Auch nach 43 Mio. verkaufter Kishon-Bücher (davon 33 Mio. in Deutschland) ein kurzweiliger Kauftipp! PS: Irgendwie kamen mir einige Geschichten bekannt vor...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Falsche Verwandte oder 'About Bösendorfer', 3. September 2003
Das Psychogramm einer Isolation, dargestellt am Fall des Bürgers Bösendorfer, Historiker, Hochschullehrer, und nach eigener Einschätzung eine Koryphäe als Wissenschaftler ... und die Introversion, die sich unkontrolliert und nahtlos zum völligen Realitätsverlust und Wahnsinn entwickelt, eine Grenzauflösung zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Wirklichkeit, Traum, Psychose und Paranoia in einem surrealen Film. Die Beschäftigung Bösendorfers mit Personen aus seiner Forschung, mit Imperatoren, Führern, Generälen und die schwindende Distanz zu diesen bis hin zur völligen Identifikation lässt jede Kommunikation mit Menschen seiner Umgebung erstarren. Kontaktversuchen von Menschen seiner Nähe begegnet Bösendorfer mit höchstem Misstrauen und bewertet das darin vermutete Potential an Feindseligkeiten akribisch, systematisch und mit theoretischem Anspruch. Matthias Keidtel lässt die Wohnung seines Protagonisten durch eine fremde Macht teilbesetzen; im Flur wird eine Mauer gezogen, die Grenze wird mit Waffengewalt gesichert. Vor dieser Inszenierung entwickelt der Autor die Geschichte Bösendorfers in kontinuierlich sich steigernden skurrilen, grotesken, absurden, fantastischen und immer wieder überraschenden Bildern. Matthias Keidtel führt den Leser in eine Atmosphäre starker Bilder, in denen die zunehmend gespenstische Leere einer pittura metafisica mit den irritierenden Grenzüberschreitungen Magrittes und den paranoiden Figurationen Dalis einfallsreich verbunden wird. Das Ganze wird sprachlich meisterhaft und spannend bis zur letzten Seite vorgetragen. Filmreif! ‚About Bösendorfer' und noch eine noch anspruchsvollere und farbenprächtigere Rolle für Jack Nicholson!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Falsche Verwandte oder 'About Bösendorfer', 9. September 2003
Das Psychogramm einer Isolation, dargestellt am Fall des Bürgers Bösendorfer, Historiker, Hochschullehrer, und nach eigener Einschätzung eine Koryphäe als Wissenschaftler ... und die Introversion, die sich unkontrolliert und nahtlos zum völligen Realitätsverlust und Wahnsinn entwickelt, eine Grenzauflösung zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Wirklichkeit, Traum, Psychose und Paranoia in einem surrealen Film. Die Beschäftigung Bösendorfers mit Personen aus seiner Forschung, mit Imperatoren, Führern, Generälen und die schwindende Distanz zu diesen bis hin zur völligen Identifikation lässt jede Kommunikation mit Menschen seiner Umgebung erstarren. Kontaktversuchen von Menschen seiner Nähe begegnet Bösendorfer mit höchstem Misstrauen und bewertet das darin vermutete Potential an Feindseligkeiten akribisch, systematisch und mit theoretischem Anspruch. Matthias Keidtel lässt die Wohnung seines Protagonisten durch eine fremde Macht teilbesetzen; im Flur wird eine Mauer gezogen, die Grenze wird mit Waffengewalt gesichert. Vor dieser Inszenierung entwickelt der Autor die Geschichte Bösendorfers in kontinuierlich sich steigernden skurrilen, grotesken, absurden, fantastischen und immer wieder überraschenden Bildern. Matthias Keidtel führt den Leser in eine Atmosphäre starker Bilder, in denen die zunehmend gespenstische Leere einer pittura metafisica mit den irritierenden Grenzüberschreitungen Magrittes und den paranoiden Figurationen Dalis einfallsreich verbunden wird. Das Ganze wird sprachlich meisterhaft und spannend bis zur letzten Seite vorgetragen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|