Wo Tests rufen, sind auch die Herrn Püttjer und Schnierda nicht weit. Schließlich gehören die beiden zu den fleißigsten Verfassern von Ratgebern aller Art fürs Bewerbungsprozedere. Das heißt aber auch, dass sie sich nach Gegebenem ausrichten müssen, selbst wenn das mit Sinnvollem nicht zwingend identisch ist. Also lassen wir die Frage, was die Testerei wirklich bringt.
Völliges Neuland dürften Logiktests für die meisten Leser nicht mehr sein, seit solche Prüfverfahren die Grenze zur Unterhaltungsbranche überschritten haben und in jedem Medium ihr Plätzchen finden. Dennoch lohnt sich die Investition von knapp zehn Euro, falls man die ganze Palette dieser Tests kennen lernen will. Viel mehr kann denn auch dieses Übungsbüchlein nicht leisten. Aber zu wissen, was einen erwartet, reduziert Gefühle der Angst und erhöht das Selbstbewusstsein. Also lohnen sich einige Stunden Vorbereitung.
Was wird geboten? Nach der Einleitung und einer Vorschau, was uns bei Logiktests erwartet, folgen drei Blöcke mit Übungsaufgaben zu den verschiedenen Kategorien. Denn man unterscheidet gemeinhin zwischen sprachgebundenen, grafikgebundenen und zahlengebundenen Aufgaben. Haben wir die gut 110 Seiten durchgearbeitet, kennen wir 32 unterschiedliche Typen von Logiktests und trainierten diese an über 350 Übungen. Das ist zwar noch immer zu wenig, um es vom Anfänger zum Meister zu schaffen, verschafft uns aber gegenüber völlig Untrainierten trotzdem einen Vorsprung. Und bei solchen Hürdenläufen geht es ja nicht darum, als Sieger anzukommen, sondern im vorderen Drittel zu sein.
Mein Fazit: Wer sich für Logiktests warm laufen will, lieber mit einem Buch als am PC arbeitet und sich mit den gängigsten Aufgabentypen zufrieden gibt, sollte die zehn Euro und einige Stunden investieren. Wer mehr Vielfalt, mehr Material und mehr Außergewöhnliches sucht, muss zu anderen Produkten greifen.