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Produktinformation
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Ganz wichtig ist dabei, dass Zeilinger mit seinen Erklärungen früher einsetzt als die meisten anderen: Zunächst klärt er erst einmal ausführlich die Grundlagen, also beispielsweise Was ist Licht überhaupt? und Was ist unter Unschärfe zu verstehen?. Dabei und auch im weiteren Verlauf des Buches setzt er außerdem zahlreiche Techniken ein, die das Verstehen und Nachvollziehen auch kompliziertester Ideen und Experimente ermöglichen: Er erfindet das Studentenpaar Alice und Bob, die Experimente durchführen, bei denen wir als LeserInnen sozusagen live und Schritt für Schritt dabei sind. Er verwendet fiktive Dialoge zwischen Alice und Bob und verschiedenen Wissenschaftlern, was durch die Frage-Antwort-Struktur unserem Vorgehen beim Lernen optimal entspricht. Er setzt Cartoons und kleine Geschichten ein. Und er scheut sich auch nicht, Informationen auf verschiedene Weise zu wiederholen. Genau das verhindert, was auch vorgebildeten Laien bei anderen Büchern zur Quantenphysik irgendwann unweigerlich passiert: dass sie an einem Punkt aussteigen, weil sie einen bestimmten Schritt nicht mehr nachvollziehen können.
Wie spannend Zeilingers Thema ist, wird dabei nicht erst dann deutlich, wenn er über die Quantenteleportation spricht (die übrigens bereits erfolgreich durchgeführt wurde, wenn sie auch nur wenig mit Beamen zu tun hat). Seine Begeisterung für die Quantenwelt überträgt sich von Anfang an auf den Leser der Zeilinger mit Spannung, Schmunzeln und vielen Aha-Effekten durch dieses außergewöhnliche Buch gern folgen und dabei mehr von der Quantenphysik begreifen wird als je zuvor. -- Gabi Neumayer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Dem Österrichischen Physiker Zeilinger, der erst kürzlich mit der Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität Berlin ausgezeichnet wurde, ist die populärwissenschaftliche Vermittlung seiner Forschungsarbeiten ein großes Anliegen und so versucht er auch mit seinem aktuellen Buch "Einsteins Spuk", komplizierte Phänomene wie die Quantenkryptographie verständlich und ohne Formeln zu erklären.
Zunächst beginnt Zeilinger bei den Grundlagen der (Quanten-)Physik und erklärt ausführlich den Welle-Teilchen-Dualismus mitsamt seinen bahnbrechenden Experimenten sowie den Doppelspaltversuch, den er seine imaginären Studenten Alice und Bob durchführen lässt. Diese beiden jungen und neugierigen Physikstudenten sind es dann auch, die wir im weiteren Verlauf des Buches immer wieder bei ihren Studien und Praktika begleiten und durch deren Diskussionen und Fragen wir eine Menge über Physik lernen.
Anton Zeilinger vermittelt in "Einsteins Spuk" schwierigste Physik auf relativ einfachem Niveau, sodass viele Sachverhalte auch ohne Vorkenntnisse deutlich werden. Allerdings wird es wohl für jeden Nicht-Physiker eine Stelle im Buch geben, bei der er zwangsläufig aussteigen muss, spätestens mit den Bell'schen Ungleichungen hängt Zeilinger uns dann ab. Faszinierend an diesem Buch ist nicht unbedingt die zugrundeliegende Physik, sondern die Art und Weise, in der Zeilinger uns die Physik näher bringt. Im Grunde genommen erzählt er "nur" die Geschichte zweier interessierter Physikstudenten, die viele Fragen stellen und freiwillig in ihrer Freizeit Experimente durchführen. Die beiden sind es, die uns an die Hand nehmen und in die Wunderwelt der Quantenphysik entführen.
Inhaltlich hat Anton Zeilinger eine Menge in sein Buch hineingesteckt, am Ende versteht der geneigte Leser sogar, wie Quantenverschränkung funktioniert und er wird zu philosophischen Überlegungen angeregt, die als Konsequenz der Teleportation auftreten. Insgesamt ist "Einsteins Spuk" nicht nur unglaublich lehrreich, sondern macht einfach Spaß zu lesen, da Zeilinger sein Wissen in eine nette Geschichte verpackt und uns nicht bloß nackte Fakten präsentiert. So dürfte er auf diese Weise wohl auch skeptische Leser interessieren und faszinieren.
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