Der Weg eines Soziologie-Studenten zur Wahrheit, oder wie ich zu Michael Harders Werk "Einsteins Irrtümer" kam:
Mit Beginn meines Studiums haben die soziologischen Theorien der "Klassiker" mich in ihren Bann gezogen. Auf diese Begeisterung folgte leider (oder zwangsläufig?) die Ernüchterung über die rein empirische Ausrichtung der modernen Soziologie. Nur Beobachtbares und Messbare zur Generierung von Wissen über gesellschaftliche Zusammenhänge zuzulassen, hat mittlerweile einen Urwald mikrosoziologischer Untersuchungen und Datensammlungen entstehen lassen, denen der rote Faden, die Einbettung in ein "Ganzes" fehlt und unter den Prämissen der Popperschen Wissenschaftstheorie nur fehlen kann. Soziologische Untersuchungen scheinen disjunktiv im Raum zu schweben, als ob man nach Pixeln sucht, ohne zu wissen ob und wie man diese später zu einem stimmigen Bild zusammensetzen kann. Schlimmer noch, man scheint nach Pixeln zu suchen OHNE überhaupt die Absicht zu haben ein sinnvolles Bild daraus entstehen zu lassen.
Für mich:"Sinnlosigkeit pur"!
Auch die alltägliche Erfahrung vom polaren Wesen der Welt schien für mich mit der heutigen Soziologie und generell der Wissenschaft unvereinbar, obwohl ich mir sicher war, dass das Prinzip der Polarität (oder auch Dualität) und der aus diesem Wechselspiel entstehenden "Steigerung" (ich verweise hier gerne auf auf das Werk von Michael Kalitsch "Das Böse - Polarität und Steigerung) ein essentielles Naturgesetz, wenn nicht sogar DAS Naturgesetz schlechthin ist. Dieses Prinzip wurde bisher in der Wissenschaft aber nicht beachtet, sondern immer als esoterisch abgetan, da nicht direkt beobachtbar und mit dem monistischen Weltbild der Wissenschaft nicht vereinbar.
Kurz vor der Resignation und zudem kurz vor meiner Diplomarbeit kam ich zu dem Schluss, dass wenn aber die Polarität von Erscheinungen des Alltags, DAS Naturgesetz schlechthin wäre, es doch in den Naturwissenschaften, speziell in der Physik, zu finden sein müsste. Doch waren als Laie meine Mittel sehr begrenzt und alles was ich feststellen konnte, war, dass die Physik der Soziologie sehr ähnlich war, zumindest in dem sinnlos anmutenden Flickenteppich von unverknüpft nebeneinander stehenden Versuchsanordnungen und deren sich unvereinbar erscheinenden Ergebnissen. Ich gab mich geschlagen ohne etwas gefunden zu haben...bis ich, irgendwie zufällig, auf "Einsteins Irrtümer" stieß.
Endlich, das "missing link" der Physik und der gesamten Wissenschaft scheint und IST meiner Überzeugung nach gefunden. Die "Spezielle"(SDT) wie die "Allgemeine Dualitätstheorie"(ADT), die Harder schlüssig und relativ einfach zu verstehen (da anschaulich dargelegt) aus der Durcharbeitung der gesamten Historie der Physik ableitet, vereinen endlich die ordnende Wissenschaft und die oft eher chaotisch anmutenden Erfahrungen des Alltags miteinander. Einfach nur gut! Ich bin so begeistert, dass ich mich sogar "frei-willig" (oder ist es vielleicht doch viel determinierter als ich denke?) hinsetze und diese, dem Leser hoffentlich hilfreiche, Rezension schreibe. Das Buch sollte meiner Meinug nach Pflichtlektüre für alle sein, die Geistes-, Natur-, oder auch Wirtschaftswissenschaften studieren. Ich empfehle es zudem Jedem, den auch nur annähernd interessiert, wie unsere Welt aller Wahrscheinlichkeit nach, wirklich funktioniert.
Das "missing link" meiner Diplomarbeit ist auf alle Fälle gefunden:))
Dem Autor "Dr. Michael Harder" sei Dank, das Studium der Soziologie hat für mich seinen Sinn zurückerlangt