Ich habe das Buch mehrmals gelesen, ja durchforscht, und gefunden, dass Genialität eher eine Bezeichnung durch diejenigen ist, die sich nicht erklären können, wie die genialen Ergebnisse zustande kommen. Ein genialer Mensch wird sich selbst kaum als genial empfinden oder gar so bezeichnen - für ihn ist das Genialsein 'normal'. Seine Denkstrukturen sind für ihn selbst gewohnt, die anderen aber staunen!
Anatomische Besonderheiten in oder an Einsteins Gehirn wurden übrigens bisher trotz emsiger Bemühungen nicht gefunden.
Robert DILTS nun ist drangegangen, anhand von zahlreichen Zitaten zu ergründen, wie Einstein 'tickte'. Die Grundlagen des NLP leitet DILTS auf diese Weise her und zeigt, dass Genialität wohl darin besteht, einen neuen Denkansatz als Erster zu haben, bisher ungedacht oder - krasser noch - als Undenkbar gedacht. Die Umgebung - die später das Genie hochleben lässt - trägt dazu bei, indem sie fest davon überzeugt ist, dass es nicht geht, dann kommt ein Genie daher und wirft die schöne Überzeugung über den Haufen.... 'Geniale' Beispiele gibt es genug: Alexander der Große und der gordische Knoten, Kolumbus und das Ei desselben, Galileo Galilei und 'Die Erde dreht sich doch!', Thomas A. Edison und die Glühbirne...
DILTS leitet behutsam her, wie Einstein sich seiner fünf Sinne und seines Wertesystems bediente und formuliert es in jener Sprache, die als NLP bekannt ist. NLP-Wissen bietet die Möglichkeiten, nicht die Zwangsläufigkeit, sich im persönlichen Umfeld genial - nämlich auf neue Art - seiner eigenen Fähigkeiten zu bedienen, nicht mehr und nicht weniger.