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Produktinformation
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Die optimale Vorarbeit für eine gründliche Wiederbegegnung mit dem deutschen Nobelpreisträger, der in Ulm geboren wurde und in München Kindheit und Jugend verbrachte, hat Jürgen Neffe mit seiner herausragenden Biografie geleistet. Auf über 450 Seiten präsentiert er uns nicht nur unterschiedliche Facetten -- Albert Einstein als naturwissenschaftlich interessierter Jugendlicher, als miserabler Ehemann und Vater, Frauenschwarm, jüdischer Emigrant, als engagierter Pazifist, intuitiver Wissenschaftler und ewiges Kind --, sondern bietet auch eine vorzügliche Einführung in das wissenschaftliche Werk, das Einstein in den Augen Max Plancks zum neuen Kopernikus erhob.
Ein Glücksfall, dass Neffe nicht nur promovierter Naturwissenschaftler und ein ausgezeichneter Journalist ist, sondern zudem die Gabe besitzt, auch ahnungslosen Laien Relativitätstheorie und Quantenphysik näher zu bringen. Richtig spannend ist dieser Blick hinter die Kulissen des Wissenschaftsbetriebs: im Zentrum steht das Jahr 1905 -- Einsteins Annus mirabilis --, in dem Einstein quasi als Hobbywissenschaftler neben einem anstrengenden Brotberuf fünf Bahn brechende Aufsätze veröffentlichte und damit die Physik revolutionierte.
Aber auch wer sich eher für den Menschen als den Wissenschaftler interessiert, kommt bei Neffe auf seine Kosten. Ohne den Hauch von Klatsch- und Sensationsgier präsentiert das Buch auch Einsteins dunkle Seiten und diskutiert z.B. behutsam die These von der autistischen Veranlagung des großen Mannes. Viele Details und Anekdoten runden das Bild ab und würzen die ohnehin erbauliche Lektüre. So erfährt man etwa, was es mit einem seiner Markenzeichen -- der verstrubbelten Einstein-Frisur -- auf sich hat. Und das berühmte Foto mit herausgestreckter Zunge sieht man im Bildteil des Buches endlich mal im Original und nicht nur den bekannten Ausschnitt.
Großes Kompliment also an Jürgen Neffe, der mit seiner Biografie den besten Begleiter durch das Einsteinjahr geschaffen hat. --Christian Stahl
Der Wermutstropfen: das Buch hat deutliche Schwächen bei der Physik. Schon die Aussagen zur speziellen Relativitätstheorie sind oftmals schief und an einigen Stellen schlicht falsch.
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