Da ich überzeugt bin, dass die Transzendierung des Ichs nur durch den Zusammenbruch des Ichs erreicht werden kann, aber alle Techniken und Methoden nur vom Ich her erfolgen können, habe ich aus diesem Grunde bisher von Meditation nicht sehr viel gehalten.
Dieses Buch aber zeigt in überzeugender Weise auf, wie viel doch von einem Menschen getan werden kann, um sich in Richtung einer Transformation zu bewegen: "das Kommen und Gehen der Wünsche zu beobachten, ohne sich von ihnen einfangen zu lassen" (S. 70), "jede Erfahrung ohne Urteil aufzunehmen, sie nicht festhalten zu wollen und keine Aversion gegen sie zu entwickeln" (S. 108), das sind schon herausfordernde Übungen. Wenn man dann dadurch nahe an die Transzendierung herangekommen ist, dann gelingt es vielleicht auch, den Stock, der - wie in Indien bei der Leichenverbrennung - dazu beigetragen hat, dem Toten im Feuer zur vollständigen Verbrennung zu verhelfen, am Schluss selber in das Feuer zu werfen.
Wenn ein Meditationsbuch, dann dieses, das der Vipassana-Tradition verpflichtet ist.