Tja manches einfach fragwürdig:
Die Therapeutin empfiehlt, nicht zu häufig zu füttern. Zwei Stunden sollten mindestens zwischen den Mahlzeiten liegen. Will das Kleine öfter trinken, dann selten aus Hunger, sondern weil es das Bedürfnis nach Nähe und beruhigendem Saugen hat. Es lässt sich auch mit Streicheln, Schmusen, einem Schnuller oder Tee beruhigen.
- kann mir vorstellen, dass diese Empfehlung für unruhige Kinder, die beim finden ihres Rhytmus Schwierigkeiten haben sinnvoll ist. Jedoch möchte ich kritisch anmerken, dass gerade das "cluster-feeding" zu Beginn oft sehr üblich ist und vor allem die ganz kleinen und oft auch die Großen (vor allem bei Entwicklunssprüngen) gerne öfter gestillt werden wollen und somit halt wirklich ihr Nähebeürniss deken wollen.....zusätlich Flasche finde ich wieder als zusätzliches Teil, dass man dann erst wieder abegewöhnen muss. - nicht notwendig, vor allem bei gestillten Kindern!
Die Therapeutin empfiehlt außerdem, dass Kind wach ins Bett zu legen. ... Bringen Sie das Kleine in sein Bett und setzen Sie sich daneben. Achten Sie darauf, dass es Sie zum Einschlafen immer weniger braucht: Also möglichst nicht Händchenhalten oder das Kind streicheln, bis es schlummert. Am besten verlassen Sie nach einem Gute-Nacht-Ritual das Zimmer. Nur so lernt das Baby, ohne Mamas Hilfe einzuschlafen. Und das ist die Voraussetzung, um durchzuschlafen. Nachts wird ein Kind bis zu neunmal mehr oder weniger bewusst wach (wir Erwachsene übrigens auch!). Hat es gelernt, allein einzuschlafen, gelingt es ihm im Laufe der Zeit immer besser, die verschiedenen Schlafphasen miteinander zu verbinden.
Die Autorin empfiehlt außerdem, dass das Kind, dass bisher im Elternbett schlief ab dem Zeitpunkt von ca. sieben Monaten für einen Umzug ins eigene Bettchen oder Zimmer reif sei.
Ebenfalls empfiehlt sie auch Einschlaf-Trainings wie die so genannte Freiburger Sanduhr-Methode , wenn sowohl Beziehungs- als auch Handlungsebene stimmig sind. (brrrrr)
- doch vermittelt nicht gerade "Händchen halten" usw. die notwendige Geborgenheit??? einige monatealte Säuglinge sind meines Erachtens weder kognitiv noch emotional dazu in der Lage ohne Hilfe einzuschlafen und zu verstehen worum es geht....immerhin entwickeln sie erst zu einem späteren Zeitpunkt die Fähigkeit, zu wissen dass die Eltern da sind auch wenn sie den Raum verlassen und auch die verbale Ebene erreicht ein anderes Niveau wenn das Kind selbst sprechen kann....ich finde diese Empfehlung eine Zumutung an unsere Kleinsten. - Gerade Ihnen sollte man die notwenige emotionale Hilfestellung, auch zum Schlafen gewährleisten und nicht das Gegenteil!!!!
Dennoch bietet das Buch auch einige informative Know - hows...welche jedoch in keiner Relation zu den eigentlich fragwürdigen Empfehlungen stehen und darum würde ich das Buch auch NICHT weiterempfehlen.