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Buch Jahresbestseller 2011
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Sie haben auch während jener langen Jahre weiter geübt, als offiziell Friede und Koexistenz propagiert wurden. Und sie haben nicht nur für Krisenzeiten geübt. Wenn es denn das Kalkül der Staatsspitze so verlangt hätte, wären in der Bundesrepublik Menschen verschwunden, auf rätselhafte Weise vergiftet oder entführt worden. Gar nicht unwahrscheinlich, daß es das sogar tatsächlich gegeben hat. Besonders gegen Regime-Gegner war der Honnecker-Staat rachsüchtig und viele Verdachtsfälle sind in den letzten Jahren durch die Presse gegangen. Nachgewiesen ist bis heute nichts. Zu viele Quellen wurden vor 10 Jahren vernichtet. Schlimme Dinge werden für immer im Dunkeln bleiben. Reden könnten nur die Täter und die werden sich hüten.
Während Wessis längst andere Sorgen haben und im Ostteil des Landes viele beginnen, sich die DDR schöner und edler zu reden und zu träumen, als sie war, machen sich Historiker wie Thomas Auerbach an die mühselige Arbeit, die Wahrheit zu dokumentieren. Das Buch ist völlig aus den noch existierenden archivalischen Quellen gearbeitet und ediert auf allein 100 Seiten Anweisungen und Protokolle der Aktivitäten Ostberlins. --Michael Winteroll
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
das wahre Leben ist doch viel spannender als jeder Roman,
Von Oberleseratte (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Einsatzkommandos an der unsichtbaren Front. Terror- und Sabotagevorbereitungen des MfS gegen die Bundesrepublik Deutschland (Broschiert)
In diesem absolut sachlich und trotzdem fesselnd geschriebenen Buch erfährt der Leser unglaublich viel aus allererster Hand über die sogenannten Todesschwadronen (o.ä.) der Stasi. Natürlich gab es vergleichbare Bestrebungen auch auf westlicher Seite. Darüber hat z.B. Norbert Juretzko unter dem Stichwort Gladio (in "Bedingt dienstbereit") viel geschrieben. Das ganze ist nach intensiver Lektüre (auch des sowjetischen Pendants bei Suvorov in "Spetznaz") für mich persönlich klar, wer mehr zu tun bereit war für seine "real extistierenden Ziele". Aber auch ohne politische Bewertung: fünf Sterne.
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