Pressestimmen
"...Den Verfassern gelingt es überzeugend, über das ganze Thema zu informieren, insbesondere die Passagen über Mentalität und Disposition der Täter sowie die Eskalation der Gewalt überzeugen..." --Wissenschaftlicher Literaturanzeiger, 47.Jg., 2008, Nr. 2
"...Dieses Buch bietet eine Fundgrube an Informationen..." --Einsicht 01, Frühjahr 2009
"...Künftige Forschungen zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges im Allgemeinen und zur Geschichte Polens in diesem Zeitraum im Besonderen dürften schwerlich ohne diesen Band auskommen." --Inter Finitimos, 7/2009 von Pascal Trees
"...dass mit diesem Buch ein außerordentlich nützliches Referenzwerk für künftige Detailstudien, nicht zuletzt zur justiziellen Ahndung der Verbrechen nach 1945, zur Verfügung steht." --Historische Zeitschrift, Heft 290/1 von Thomas Kühne
"...Dieses Buch bietet eine Fundgrube an Informationen..." --Einsicht 01, Frühjahr 2009
"...Künftige Forschungen zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges im Allgemeinen und zur Geschichte Polens in diesem Zeitraum im Besonderen dürften schwerlich ohne diesen Band auskommen." --Inter Finitimos, 7/2009 von Pascal Trees
"...dass mit diesem Buch ein außerordentlich nützliches Referenzwerk für künftige Detailstudien, nicht zuletzt zur justiziellen Ahndung der Verbrechen nach 1945, zur Verfügung steht." --Historische Zeitschrift, Heft 290/1 von Thomas Kühne
Kurzbeschreibung
Gleich nach dem Überfall auf Polen 1939 nahmen die Einsatzgruppen ihr mörderisches Handwerk auf und eliminierten systematisch Juden und Andersdenkende. Bisher war gängige Meinung, dass erst mit dem Krieg gegen die Sowjetunion die Einsatzgruppen konsequent vorgehen konnten. Die Vorgänge in Polen wurden zumeist ignoriert. Erstmals stellen jetzt Klaus-Michael Mallmann, Jochen Böhler und Jürgen Matthäus von der Forschungsstelle Ludwigsburg, dem DHI Warschau und dem United States Holocaust Memorial Museum das Drama in Polen monographisch dar und präsentieren in einem Anhang deutsche und zumeist erstmals auf deutsch vorliegende polnische Quellen.
Der Verlag über das Buch
Gängige Meinung ist nach wie vor, dass mit den Einsatzgruppen in der Sowjetunion 1941 der Übergang zum systematischen Massenmord begann. Die Einsatzgruppen waren im Koordinatensystem von Vernichtungskrieg und Holocaust die effektivste Mordwaffe vor der Erfindung der Todeslager mit ihrer Kulmination in Auschwitz. Die Tätigkeit dieser Spezialeinheiten von Sicherheitspolizei und SD auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zog schon früh das Interesse von Staatsanwälten und Historikern auf sich und kann mittlerweile als relativ gut erforscht gelten. Für ihren ersten Einsatz nach Beginn des Krieges den Polenfeldzug kann davon jedoch keine Rede sein. Tatsächlich aber sind die deutschen Einsatzgruppen im Zuge des Septemberkrieges ab 1939 die ersten Todesschwadronen des Zweiten Weltkrieges. Systematisch gingen sie gegen Juden und polnische Bevölkerungsgruppen vor. Die deutsche Historiographie ignorierte dieses Thema bisher weitgehend, auch wegen der Schwierigkeit, polnische Quellen zur Kenntnis zu nehmen. Diese Lücke wird nun mit der vorliegenden einschlägigen Publikation geschlossen.
Über den Autor
Klaus-Michael Mallmann ist wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg und Professor für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart.