Äusserlich scheint Henry Holland (Sir Alec Guiness) ein korrekter Beamter zu sein, der seit bald 20 Jahren genau darüber wacht, dass die Goldbarren schadlos von der Giesserei zur Bank transportert werden. Die Arbeit verläuft immer tadellos, denn Henry ist gewissenhaft und dauernd auf der Hut. Es läuft immer alles so glatt, dass er sogar selber keinen Weg findet, seinen geheimen Wunsch zu erfüllen, nämlich den Goldtransport zu plündern und das Gold zu schmelzen und ausser Landes zu schaffen, ohne selbst einen Verdacht auf sich zu ziehen. Das ändert sich, als er im Mietshaus einen neuen Nachbarn erhält, nämlich Alfred Pendlebury (Stanley Holloway), der sogar nach eigener Aussage hässliche Touristenandenken entwirft und produziert. Dazu betreibt Holloway eine Werkstatt, in der auch Metall gegossen wird. In ihm findet Henry einen Komplizen für ein verwegenes Vorhaben, also den Goldraub. Der Plan sieht vor, dass das Gold zu Eiffelturmminiaturen gegossen und fingiert nach Frankreich exportiert wird. Nach dem erfolgten Raub gelangen aber in Frankreich doch goldene Figuren in den Verkauf und schliesslich nach England. Damit geht die Jagd nach den Figuren los, denn wenn auch nur eine bis zur Polizei kommt, fliegt Henrys Raub auf.
Der britische Klassiker "The Lavender Hill Mob" (General Film Distributors, 1951) ist eine superbe, verschmitzte und spannende Gangsterkomödie. Schöner könnte man so eine Geschichte kaum in eine filmische Form bringen. Der Film ist auf DVD zwar nur 78 Minuten lang, aber er unterhält gekonnter als manch überlanges Werk.
Die DVD-Erstausgabe des Films besticht mit einer für das Alter ganz guten Bild- und Tonqualität. Das schwarz-weisse Bild im Format 4:3 trägt nur wenige Spuren des Alters und hat auch eine akzeptable Schärfe. Beim Rest aber vermag das, was Universal und Studiocanal an Umsetzung bieten, nicht zu überzeugen. Zunächst einmal gibt es überhaupt kein Bonusmaterial. Dann fällt die Sprachensteuerung unangenehm auf. Je nach dem, welche Sprache man haben will, muss man die DVD wieder neu starten. Für eine so komplizierte Einrichtung gibt es keinen plausiblen Grund. Deshalb gibt es insgesamt gerade noch drei von fünf Polizeifunksprüchen und die Aussicht auf eine Beförderungsempfehlung.