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Einmal Hans mit scharfer Soße: Leben in zwei Welten - Taschenbuch – 10. April 2007


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (10. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442154391
  • ISBN-13: 978-3442154395
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 13,2 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.872 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

53 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Takkatukka on 4. September 2007
Format: Taschenbuch
Als Ferienlektüre war das Buch ganz nett und stellenweise auch witzig, aber ich war doch etwas enttäuscht: Es überwog die Selbstdarstellung , und je länger ich das Buch las, desto unsympathischer wurde mir die Erzählerin. Seitenweise lässt sie sich darüber aus, warum es unbedingt High Heels sein müssen, und warum sie ohne das 700Euro-Handy schlecht leben kann...Und was hat ihre ausführliche Schilderung, dass sich für sie sogar ein Mann hat beschneiden lassen, inhaltlich für einen Sinn, außer zu zeigen, wie die Männer ihr zu Füßen liegen? Meiner Meinung nach ist das Buch recht oberflächlich, aus vielen Themen hätte man/frau einfach mehr machen können. Wer mal ein richtig schönes, warmherziges Buch über eine deutsch-türkische Familie lesen will, in dem feine (!) Ironie überwiegt und man nebenbei noch viel über die Türkei erfährt, dem empfehle ich wärmstens die "Blaue Reise" von Iris Alanyali - das ist ein Buch, das ich wirklich ungerne aus der Hand gelegt habe.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ingrid Kalinowski on 1. Januar 2009
Format: Taschenbuch
Ich kann mich nur der Meinung von "Lola R. "Lo" " anschließen, die auch schon festgestellt hat, dass die Personen der eigenen Familie (und überhaupt die türkischen Personen) in diesem Roman als überaus liebenswert mit höchstens ein paar witzigen "Schrullen" und alle anderen (hauptsächlich die Deutschen) als ziemlich humorlos und wenig liebenswert dargestellt werden.
Selbst die Sitten und Gebräuche werden genauso behandelt (nämlich die türkischen sind allesamt witzig, herzlich und sinnvoll, während die deutschen Sitten natürlich kalt und sinnlos sind).
Hier mal ein kleines Beispiel dafür:
Es ging um eine türkische Hochzeit und daher wurden mal die Hochzeitsbräuche beider Nationen miteinander verglichen.
"Nehmen wir einmal das bereits erwähnte Baumstammsägen. Vor der Kirche liegt ein knorriger Stamm, den das Brautpaar mit einer rostigen, alten Säge zerteilen muss - ein Sinnbild dafür, dass sie von nun an gemeinsam alle Probleme lösen können, egal wie schwerwiegend sie auch seien. Und was machen die Gäste? Sie vermitteln den Eindruck, peinlich berührt zu sein und stehen verlegen herum.
Da ist die Sache mit dem roten Band, dreimal um die Taille der Braut inmitten der Gästeschar gewickelt, wie sie auf türkischen Hochzeiten praktiziert wird, doch wesentlich aufregender und ausgelassener.
Oder der Brauch, das Brautpaar nach der Trauung mit Reis zu bewerfen.
Dies soll Fruchtbarkeit symbolisieren.
Die Türken setzen einfach ein Kleinkind auf das Bett des Brautpaares, damit sie zahlreichen Nachwuchs bekommen - was ich entschieden plausibler finde.
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66 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lola R. on 17. Mai 2006
Format: Audio CD
Schade. Ein schönes Thema, viel Anrührendes und Witziges, vor allem, wenn es um die Familie der Autorin geht, aber leider darf über jeden, nur nicht über Frau Akyün selbst gelacht werden. Schon über ihre Witze, aber nicht über sie selbst. Alle Personen, die Frau Akyün nahe zu stehen scheinen, werden mit ihren Stärken und Schwächen liebevoll und humoristisch gezeichnet. Die übrigen Figuren - vor allem die deutschen Frauen, bekommen ihr Fett weg. Das ist ja grundsätzlich erlaubt, aber warum hat sie nicht die Größe auch so mit sich selbst zu verfahren? Eitel und scham-, ja charmelos kommt sie selbst daher, beschreibt sich selbst ausschließlich als schön, erfolgreich, erotisch, intelligent und wirkt auf diese Weise doch nur plump und langweilig. Nur ein einziges Geständnis macht sie uns: Dass sie bisher keine dauerhaft feste Beziehung hatte. Doch dies ist nur ein, übrigens wiederum schön beschriebenes Problem zwischen ihr und ihren Eltern und wird letztendlich kurzerhand den Männern angelastet. Ein wenig mehr Ehrlichkeit und Selbstironie hätten dem Buch gut getan und ihm die nötige Würze verliehen, die so leider fehlt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kranich on 7. Dezember 2012
Format: Taschenbuch
Hab das Buch geschenkt bekommen und direkt nach den ersten paar Seiten eine gewisse Aggression gegenüber der Protagonistin entwickelt, die sich im Laufe der Zeit auch noch weiter gesteigert hat. Sie meckert an allem rum und verpackt das ganze in einem Pseudo-"Sex and the City"-Blabla. Da ich schon von der Serie kein großer Fan war, musste ich das Buch dann auch relativ schnell zur Seite legen und werde es mit Sicherheit nicht zu Ende lesen.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von G. Rosenberg on 20. August 2007
Format: Taschenbuch
Das Buch legt auf den ersten paar Seiten ganz spassig los, quält sich aber dann auf den knapp zweihundert Seiten äußerst krampfhaft dahin um irgendwie genug Inhalt zusammen zu kriegen.

Gibt Frau Akyün mit den Schilderungen aus Ihrer Kindheit immerhin noch einige interessante Einblicke in ihre damalige Lebenssituation, so sind die Schilderungen aus Ihrem heutigen Leben einfach nur eine langatmige Aneinanderreihung von Selbstbeweihräucherungen. Die narzistische Selbstdarstellung einer Frau mit übersteigertem Selbstbewusstsein.

Dass sie "zu Deutsch für eine Türkin und zu türkisch für eine Deutsche" sei, betont sie mindestens 20 mal in verschiedenen Formen. Und dass sie Spass dabei hat ! Und sich aus beiden Kulturen das Beste raussucht !

Es ist ja auch so praktisch wenn man den persönlich bedingten Hang zum Jähzorn als "südländisches Temperament" kaschieren kann. Eine "gelungene Integration" äußert sich offensichtlich vor allem im Tragen von High Heels, kurzen Röcken, dem doch eher häufigen Wechsel von Partnern und allgemein in einer Selbstinszenierung als südländische "femme fatale" die weiß was sie will. Jawohl ! Einen Hans mit scharfer Sosse nämlich ! Also keinesfalls einen Türken (Niemals!) aber natürlich auch keinen so ääätzend langweiligen und leidenschaftslosen Deutschen.

Nachdem Frau Akyün dann die gängigsten Klischees beider Kulturen mal aus Ihrer Sicht der "gelungen integrierten Türkin mit deutschem Pass" aufbereitet hat, bleibt man allerdings durchaus am Ende sehr nachdenklich zurück.

Denn eines wird deutlich: Frau Akyün lebt tatsächlich in zwei verschiedenen Welten.
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