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Einig in Wahrheit: Der wahre Weg zur Einheit [Taschenbuch]

D Martyn Lloyd-Jones
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 84 Seiten
  • Verlag: 3 L; Auflage: 2., Aufl. (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935188463
  • ISBN-13: 978-3935188463
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 653.566 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Taschenbuch, 96 Seiten, 3L Verlag Eine ausführliche Analyse biblischer Aussagen zum Thema »christliche Einheit« die solide Grundlage zu einer Charakterisierung der Gemeinde, wie sie sein sollte.

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5.0 von 5 Sternen Christliche Einheit kann nicht "gemacht" sein! 2. Dezember 2004
Die in diesem Buch veröffentlichten Vorträge - zwar schon gehalten in den 60er Jahren, hier in deutscher Übersetzung vorliegend - sind bis heute mehr als aktuell geblieben: Der - mindestens im angelsächsischen Raum - bekannte und einer der bemerkenswertesten Verkündiger und Schriftausleger des 20. Jahrhunderts, D. Martyn Lloyd-Jones, geht in diesem Buch einem bis heute brennenden Thema nach. Ausgangspunkt ist die Frage nach der Einheit der Kirche. Gerade in unserer Zeit, in der innerhalb der Christenheit ziemlich oft und unreflektiert die Forderung nach Einheit ertönt, ist dieses Buch eine hervorragende Handreichung zum biblischen Verständnis von Einheit unter Christen. Es ist leicht verständlich geschrieben, bietet aber eine sorgfältige Auslegung der betreffenden Texte.

In der Einführung geht der Autor in (notwendigerweise) groben Zügen auf die "Verwirrung und die erheblichen Meinungsverschiedenheiten" hinsichtlich der Frage nach der Einheit der Kirche ein.

Wohlweislich weist der Autor daraufhin, daß seine Untersuchung nur begrenzt sein kann. Deshalb konzentriert sich seine Untersuchung auf jene Bibelstellen, "die im Zusammenhang mit unserem Thema am häufigsten angeführt werden": Joh. 17, 21 u. Eph. 4, 1. Dies geschieht unter drei bestimmten Aspekten: 1. Die Frage nach dem Wesen wahrer Einheit, 2. die Frage nach der Stellung der Lehre und dem Glauben in diesem Streben nach Einheit und 3. die Frage, wie denn Einheit zustande kommt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der dritten Frage, "da sie von aktueller Bedeutung ist. Weite Kreise vertreten bekanntlich die Auffassung, daß auf dem Wege zur Einheit nicht über Lehrfragen diskutiert werden soll, sondern vielmehr über gemeinsame Aktionen und gemeinsame Gebetsversammlungen." Und so wird auf den innerhalb ökumenischer Bestrebungen etablierten "Wahlspruch" hingewiesen: "'Lehre trennt - Zusammenarbeit und Gebet eint.'"

In der folgenden Untersuchung wird auch nicht nur der jeweilige Einzelvers betrachtet ( Johannesevangelium, Kap. 17 im I. Teil [SS. 15 - 26], im II. Teil [SS. 27 - 64]: Epheserbrief, Kap. 4), sondern der Gesamttext-Zusammenhang sorgfältig untersucht.

Ganz nach der Vorgabe eines wesentlichen Prinzips zur Auslegung von Bibelstellen, woran wir gleich erinnert werden: "Vor allem dürfen wir nicht übersehen, in welchem Zusammenhang der Satz gesagt wird." (S.17) Der I. Teil des Buches: Nach einer zusammenfassenden Analyse des 17. Kapitels des Johannes-Evangeliums werden drei Wesensmerkmale biblischer Einheit herausgearbeitet. So lesen wir erstens von den "Grenzen der Aussage" Jesu in Joh. 17. D.h., daß Jesus Christus nur jene in sein Gebet einschliesst, die ihm von Gott gegeben worden sind und jene, "welche durch ihr Wort" an Jesus Christus glauben.

Zweitens wird nach dem "Ursprung der Einheit" gefragt: Woher kommt biblische Einheit? Antwort: Diese Einheit ist gottgewirkte und besteht schon längst. Und Jesus Christus bittet seinen Vater, daß er diese bestehende Einheit bewahren möge. Also ergeht an die Gläubigen weder eine Ermahnung noch ein Aufruf biblische Einheit herzustellen.
"Das Wesen der Einheit" ist drittes Merkmal und "der Mittelpunkt unseres Themas." Das Wesen biblischer Einheit resultiert aus der Dreieinigkeit Gottes, die hauptsächlich Wesenseinheit ist. So ist Einheit der Gemeinde eine Einheit des Wesens. Und diese kann dann nur aus denjenigen bestehen, die "zu neuem Leben erweckt und wiedergeboren sind." Und dies allein auf der Grundlage des Opfers Jesu Christi. Sie ist also "eine Einheit des Blutes und des Wesens." Und sehr treffend bemerkt der Autor resultierend, daß diese Einheit dann "mit Freiwilligkeit nichts zu tun" hat, und daß "sie unvermeidlich und das Ergebnis des Hineingeborenseins in Gottes Familie" ist.

Im 2. Teil des Buches wird dann Eph. 4 genauer unter die Lupe genommen. Hier behandelt der Autor die Frage nach dem Vorrang: Hat Gemeinschaft Vorrang vor der Lehre? Denn etliche Christen leiten dies aus der Meinung ab, daß Eph. 4 zuerst zur Gemeinschaft ermahnt. In deren Folge soll es dann auch "zur Einheit in speziellen Glaubensfragen" kommen. Über gelebte Gemeinschaft (z.B. gemeinsame Evangelisationen) also erst zur Einheit in Lehr- und Glaubensfragen?
Nachdem der Autor nicht nur den unmittelbaren Textzusammenhang beachtet, sondern die vorhergehenden Kapitel 1 - 3 zusammengefasst hat, kommt er zu dem gut begründeten Ergebnis, daß dies keinesfalls Aussage des Epheserbriefes ist. Paulus lehrt vielmehr den gegenteiligen Vorrang. Denn die Ermahnung Eph. 4 richtet sich an Christen, deren Einheit bereits besteht. "Es ist die Einheit derer, die alle der Verkündigung der ersten drei Kapitel geglaubt haben." Sie besitzen also schon, wenngleich erst noch in Grundausstattung, Erkenntnis wesentlicher, christlicher Lehre.
Und so gelangt der Autor schlussendlich zu der Folgerung, "daß es keine Gemeinschaft unter Menschen gibt, die nicht in bezug auf 'den einen Geist, den einen Herrn, den einen Glauben, die eine Taufe, den einen Gott, der über allen ist' eines Sinnes sind." Und daß Joh. 17 und Eph. 4 in ihren Aussagen völlig übereinstimmen.

Im kurzen III. Teil des Buches weist der Autor dann nach, daß auch im übrigen Neuen Testament die in Joh. 17 und Eph. 4 gefundenen Wahrheiten manigfach betont werden.

Mit hilfreich aufgelisteten Schlussfolgerungen aus dieser Untersuchung schliesst das Buch in einem IV. Teil ab. Dem 3LVerlag ist zu danken, dass er nicht nur dieses Buch von D. Martyn Lloyd-Jones zu deutschem Gehör verhilft.

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