Der Autor schreibt zu Beginn seines Buches, andere mögen mehr erlebt haben oder schlechter behandelt worden sein als er. Man sollte diesen Wink mit dem Zaunpfahl verstehen und nicht weiterlesen, denn es passiert einfach nichts. Ich glaube, ich bin in meiner Grundausbildung bei den Fallschirmjägern der Bundeswehr 1999 härter gefordert worden als der Autor bei den Grenztruppen der NVA 1977, und meine Dienstzeit war nun wirklich nicht schlimm. Das ganze Buch handelt nur davon, wie er von einem Schreibtischjob zum nächsten wechselt, weil er sich auf die Frage seines Vorgesetzten hin geweigert hat, auf Republikflüchtlinge zu schießen. Selbst nach dieser Weigerung ist nichts weiter passiert, als dass er in eine Kaserne versetzt wurde, wo überhaupt nichts mehr passierte.
Der Schreibstil ist lanweilig und unmilitärisch; niemand sonst würde einen anderen Soldaten als Kollegen bezeichnen. Die Hauptdienstzeit des Autors lag 22 Jahre zurück, als er das Buch schrieb, und das merkt man.
Ich habe das Buch gelesen, weil mich die Unterschiede zwischen der Bundeswehr und der NVA interessierten, aber ich bin an die langeweiligste Darstellung geraten, die man sich vorstellen kann. Die 9,90 Euro für 130 Seiten Paperback sind schlicht rausgeworfenes Geld.