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Eingelocht! Gebundene Ausgabe – 2003


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Eichborn (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821848197
  • ISBN-13: 978-3821848198
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 12,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.513.227 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Golfer sind leidensfähige Menschen. Müssen Sie sein. Weil diese Kunst, einen kleinen Ball über große Distanzen in ein fast ebenso kleines Loch zu befördern, doch nie wirklich erlernbar ist. Andererseits muss man sich von Seiten der Nichtgolfer -- immer noch die Mehrheit -- einiges an Spott anhören. Zum Beispiel Sprüche wie diesen: "Haben Sie noch Sex -- oder golfen Sie schon?" Da hilft nur eine große Portion Humor und die Bereitschaft, die geliebte Sportart mit Ironie zu sehen. Beides besitzt Bernd Müllender -- Sportjournalist und begeisterter Freizeitgolfer mit Handicap 19 -- und präsentiert eine charmante und wunderbar witzige Bestandsaufnahme des schlägerschwingenden Outdoor-Sports.

In 19 Löchern -- wie bei jedem anständigen Golfplatz, wenn man das Clubhaus mitzählt -- führt uns Müllender durch Die wundersame Welt des Golfspiels: Von den historischen Anfängen über Regeln und Ausrüstung bis hin zu den psychologischen Fallstricken und den Geschlechtsunterschieden auf Fairway und Green. Warum beispielsweise Golf die Eigenschaft besitzt, Droge und Therapie in einem zu sein. Und wie die permanente Konfrontation mit "seitlichen Wasserhindernissen" oder "nicht losen hinderlichen Naturstoffen" einen im Leben weiter bringen kann.

Müllender nimmt mit offensichtlicher Lust die Eigenheiten und Auswüchse des Golfsports unter die Lupe: zum Beispiel die Etikette, die bis zur Karogröße des Hosenstoffs reicht, oder die Vereinsmeierei, die in den deutschen Golfclubs besonders grassiert. Oder auch das immer absurdere Geschäft mit Ausrüstung und Devotionalien. Wenn Sie einem passionierten Golfer etwas Originelleres als Golfball-Schlüsselanhänger schenken wollen, dann bitte dieses Buch: weil es hilft, diesen ebenso wunderbaren wie wundersamen Sport bei aller Leidenschaft nicht zu ernst zu nehmen. --Christian Stahl

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Golf ist eine Droge. Therapie zwecklos, Entzug nicht gewollt. Sisyphos als Golfahn für den Golfwahn und Franz Beckenbauer als Pate. Im Alltag drohen dem schwer kranken Junkie Vereinzelung, Rauschzustände, Isolation und Kontrollverlust.

Warum? Warum schlagen Menschen Bälle über weite Wiesen? Was treibt sie an? Die hübsche alte Definition geht so: Golf ist der zutiefst alberne Versuch, einen ungehorsamen Ball mit kurios gebogenen Stangen über vorsätzlich unwegsames Gelände in ein viel zu kleines, viel zu weit entferntes Ziel zu befördern und die Mühen augenblicklich so toll zu finden, dass man sofort wieder von vorn anfängt. Aufgabe des Golfers ist es gemeinhin, einen Ball einzulochen. Aber eingelocht im Sinne von gefangengenommen ist auch der Spieler. Suchttherapeuten erkennen sofort: Wenn Menschen sich ihr halbes Leben lang mit Enthusiasmus einem so sinnarmen, rituellen Tun hingeben, dann kann etwas nicht stimmen. Und sie kommen leicht zu ihrer Diagnose: Beim Golf handelt es sich um eine schwere Krankheit, um eine nachhaltig wirksame Droge.
Heutzutage wird alles Mögliche als Droge bezeichnet, von den üblichen Verdächtigen wie Zigaretten und Alkohol, Kaffee und Tabletten bis zum harten Stoff wie Koks oder Heroin. Man kann süchtig sein nach Liebe, nach Seifenopern, nach Autofahren, Marathonläufen, Salsa-Tanzen, Analverkehr um Mitternacht oder nach dem Horten mittelamerikanischer Sammelbildchen aus den 30er-Jahren. Es ist geradezu chic geworden, sich als süchtig zu bezeichnen: als arbeitssüchtig, spielsüchtig, sexsüchtig. Manche haben einen Putzfimmel, andere sind schlicht auf Fußball. Manche freuen sich sogar über die schwere Abhängigkeit von ihrem Therapeuten, der einem irgendeine Abhängigkeit nehmen will. Warum also sollte Golf eine Ausnahme machen?
Golf ist sogar eine besondere Sucht. Abhängigkeit und Obsession gelten beim Golf als Selbstverständlichkeit. Wer einmal golft, der golft, solange er einen Schläger halten kann. Bislang ist kein Fall bekannt, dass jemand eine Golfentwöhnung geschafft oder auch nur gewünscht hätte. Golf ist eine wunderschöne psychische Krankheit, die einen zumindest bis ins Grab begleitet. Ob es im Himmel Plätze gibt, ist noch umstritten. Unstrittig ist: Entziehungskuren auf Erden sind unbekannt. Aber warum tun Menschen sich das an?
"Das Schöne am Golf", hat der große spanische Profi Severi-ano Ballesteros mal gesagt, "ist, dass man es nie lernt." Der Mann hat zweifelsfrei recht. Und trotzdem (nein: genau deswegen) fangen Abertausende neuer Masochisten jedes Jahr an und kommen nicht mehr davon los. Golf ist das Spiegelbild für die Mühen des Lebens: Du hast keine Chance, aber versuchen solltest du es wenigstens. Und wenn du dabei irre wirst. Wäre das Golfspiel etwas früher erfunden worden, Sisyphos hätte den großen Felsbrocken als wenig aussagekräftiges Symbol verlacht, sein Holz l genommen und immer wieder kleine Kiesel den Berg hoch geprügelt. Heute geben sich immer mehr Menschen als golfende Sisyphosse der süßen Qual willenlos hin.
Ein schöner Schlüssel zum Verständnis der Golfsucht ist Franz Beckenbauer. Der ehemalige Kaiser war einmal ein großartiger Fußballer, weil ihm der Ball wie blind gehorchte. Mittlerweile weiß man auch, dass das Bewegungstalent Beckenbauer ein vorzüglicher Golfer mit viel Ballgefühl und Handicap 8 ist. Ist er so gut, weil ihm auch dieser Ball wie blind gehorcht? Nein, beim Golf ist es genau umgekehrt. Eine von Beckenbauers vielen Frauen hat es mal so ausgedrückt: Der Franz spiele so gerne Golf, weil der Golfball der einzige Ball ist, den er nicht wie selbstverständlich gebändigt bekommt. Und da wird er grantig und eben besonders ehrgeizig.
Also beginnen Wahn, Manie, Bockigkeit. Beckenbauers bekannt gespaltenes Dasein zwischen scheinbarer Nonchalance, chamäleonartigem Meinungswechsel binnen Minuten ("Firlefranz") und wild aufbrodelndem Jähzorn ist der ideale Nährboden für die Golfsucht. Jeder Golfer hat den Franz in sich: Doch, ich kann es irgendwann. Ach, na, wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Doch, ich werde dieses kleine runde Monster gezähmt bekommen. Ach, man kann ihn nicht zwingen. Doch, irgendwann wird der immer dahin fliegen, wo ich will. Ach, na ja, wer weiß wann und ob. Doch, man kann es sehr wohl lernen. Ach, ich lerne es nie. O doch, ich werde irgendwann ein Albatros an einem Par-3-Loch spielen. Dochdochdoch. Achneeachneeachnee. Ja mei.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Reissen am 16. Mai 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Ratlos an Loch 18 (zu Bernd Müllenders Golfbuch „Eingelocht") 29.04.03
Warum schlagen Menschen Bälle über weite Wiesen?
Wollen sie den Kühen ihre Morgenmilch vermiesen?
Oder wilden Wanderern den Weg verweisen,
Die mit Kind und Kegel durch die Lande reisen?
Rätselhafte Neigung schrulllenhafter Typen,
arg gebeutelt unterm Schlägersetpolypen,
der sie beugt und knechtet über glattrasierte Weiden,
die wie Schweizer Käse unter Löchern leiden!
Staunend steh ich stumm und starre durch die Maschen,
während seriöse Herren Grün um Grün vernaschen;
noch in tiefen Träumen frag ich nach dem Sinn...
Bleibt die Antwort mir verborgen, weil ich anders bin?
Tippt ein Mensch von hinten meine Schulter mit dem Stifte:
"Nun, mein Lieber, saugen jetzt auch Sie an diesem Gifte?"
Hält ein Büchlein, wundersam gebunden, unter meine Nasen,
kaum zu unterscheiden von dem kahlgeschnitt'nen Rasen.
"Ach, das Golfen und die Golfer hab' ich nie gemocht."
"Soooo? Dann lesen Sie mein Bändchen "Eingelocht"!
Nahm's und las, tat Wort um Wort verschlingen...
Hört und staunt:
jetzt will ich selbst das Eisen schwingen!
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