Mit der cleverste Tipp in dem Buch dürfte der Hinweis auf der letzten Seite sein (S. 118), dass ein Handwerker gut beraten ist, sich bei Grafikdesignern professionelle Hilfe zu holen. Obwohl auf den wenigen Seiten viele Themen angerissen werden, sind kaum konkrete Hinweise für "gute", also erfolgreiche Werbung enthalten. Es handelt sich genau genommen nur um die Aufzählung verschiedener Werbeformen sowie von Gemeinplätzen.
Viele Empfehlungen und Hinweise sind zudem schlichtweg falsch. Die "Website" wird mit einer "Homepage" verwechselt. Dies wäre noch verzeihlich, denn man weiß, was gemeint ist. Nicht jeder kennt den feinen Unterschied und weiß, dass eine Homepage nur die Startseite einer Website ist. Es kommt aber noch schlimmer. Im Kapitel "Homepage" steht wörtlich "Handwerk online? - Ein besonnener Handwerker wird das Thema im Auge behalten. Es besteht also kein Grund zur Panik oder zu einem überstützen Sprung ins Netz." Nur zur Erinnerung, das Buch wurde 2005 geschrieben. Heute gibt es das Internet seit über 10 Jahren. Kein Grund zur Panik? Nicht nur der gesunde Menschenverstand, sondern unzählige Studien belegen, dass jede Firma, die keine angemessene Website hat, Aufträge verliert. Amüsant ist auch das Kapitel "Visitenkarten". Nach einigen Hinweisen, wie man sich mit einem Grafikprogramm Visitenkarten selbst designen kann, wird noch aus Kostengründen davor gewarnt, die Rückseite der Visitenkarten zu bedrucken. Visitenkarten gehören zu den preiswertesten Werbeträgern überhaupt und gerade auch die Bedruckung der Rückseite wird - weil dies, richtig gemacht, extrem werbewirksam ist - von Experten wie Alois Gmeiner (Das Low-Budget-Werbe-1x1) oder Jay Levinson (Das Guerilla Marketing Handbuch) wärmstens empfohlen.