Als zum ersten Mal gelesen hatte, dass es auf Fornika eine Zusammenarbeit mit Herbert Grönemeyer gibt, war ich voreingenommen: Was sollte denn das werden? Nachdem ich dann bei iTunes den Titel angespielt hatte, dachte ich immer noch: Was ist denn hier los?
Inzwischen ist die Fornika im letzten Monat fast jeden Tag mindestens einmal gelaufen. Mein Hut habe ich schon lange gezogen: Das Risiko der Grönemeyer-Kooperation war gross, aber es hat sich gelohnt. "Einfach sein" ist filigran komponiert, hat einen brillianten Text mit einem scheinbar platten Titel und darüberhinaus ein überraschendes Video, nach dem wunderbaren "Le Smou" das bisher beste: Die Vier konnten der Versuchung wiederstehen, die "Top aus"-Szene oder Herrn Grönemeyer zu bringen, stattdessen geht es um singende Cocktail-Oliven. Und wenn man das Video oft anschaut, bekommt es plötzlich «Abbey Road»-Dimensionen: Andy macht das Foto mit dem Mobiltelefon und ist gleichzeitig drauf? Wer ist der sitzende Typ auf dem Foto? Ist dann doch Grönemeyer eingebaut?