Der Novize Brutha lebt im gottesfürchtigen Land Omnien. Außer einem ungewöhnlich starken Glauben und einem exzellenten Gedächtnis zeichnet den den dicklichen und etwas dümmlich anmutenden Jungen nicht viel aus. Doch als er wieder einmal den Garten in der Klosterzitadelle umgräbt, fängt plötzlich eine Schildkröte an, den überraschten Jungen anzusprechen - diese ist nach eigenen Aussagen in Wirklichkeit Om, der Gott des Landes...
So beginnt für den jungen Brutha eine Zeit, in der er viel über angebliche Propheten, vermeintliche Wunder und nicht zuletzt die Kirche selbst lernt. Doch auch der ( nicht gar so große ) Gott Om erfährt einige Arbeitsweisen und Praktiken der allmächtige Inquisition, deren Vorsteher der grausame Exquisitor Vorbis ist.
Dieses Buch ist für mich Pratchetts bisher bestes. Wie immer kommt der Humor nicht zu kurz. Und doch ist dieses Buch ernsthafter als andere. Beschreibungen über die Inquisition und deren "Mitarbeiter", wie sie das Foltern als normalen Arbeitsalltag verstehen, machen nachdenklich. Und doch schafft es Pratchett wie kein zweiter humorvolle und ernste Momente zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden.
Extrem gut gelungen ist die Charakterentwicklung des Brutha, der sich in der Geschichte psychisch ( und auch körperlich ) stark verändert. Auch Vorbis ist kein zweidimensionaler Fiesling, wie man ihn aus so manchem Fantasy-Roman gewohnt ist.
Daher: 5 Sterne - ich wünschte, man könnte mehr geben. Das Buch hätte es verdient!