1. Die thailändischen Vokale, die über bzw. unter den Konsonanten geschrieben werden, erscheinen in dem Buch dahinter (obwohl das heutzutage jeder PC mit einem kostenlos vom Internet heruntergeladenen Programm richtig darstellen kann).
2. Die Thaibuchstaben sind zum großen Teil fehlerhaft. Sie erscheinen am Anfang zwar jeweils schön groß, die dabei verwendeten Typen sind aber nichts anderes als Vergrößerungen einer schlecht aufgelösten kleinen Type. Dadurch erkennt man viele Details nicht bzw. sogar falsch. Auch ausgesprochene Fehler sind dabei (auch hierzu gäbe es im Internet exzellenten Ersatz).
3. Die Tonhöhenangaben entsprechen der internationalen phonetischen Umschrift, die Lautumschrift scheint dagegen der englischsprachigen Literatur entnommen. Beides ist für deutsche Leser sinnlos kompliziert bis unverständlich (daß es auch einfacher und dabei präziser geht, beweisen die Bücher von Kauderwelsch und Giovanoli).
4. Die Erklärung der Tonhöhen orientiert sich allein an den in Thailand üblichen, rein schematischen Bezeichnungen und verwirrt den lernenden Ausländer eher als daß sie ihm hilft (die in Thailand und in diesem Buch so genannten "hohen" Konsonaten haben tatsächlich ohne Tonzeichen immer nur den tiefen oder den steigenden Ton, usw. - alles klar?).
Der eine Stern ist noch zu viel.
Nachträgliche Präzisierung, nachdem ein nachfolgender Rezensent glaubte meiner Kritik widersprechen zu müssen:
zu 2.)
Bei vielen Buchstaben berühren sich die Linien fälschlicherweise, die Schreibrichtung ist dadurch nicht erkennbar: ch "chaang", s "soo", th "thaan" u.a.
Falsch geschrieben (Type existiert so nicht): ph "phaan", f "fan".
Die typischen Kringel fehlen bei allen komplizierteren Buchstaben. Solche Typen gibt es auch in Thailand, dann aber konsequent; in einem Lehrbuch zur Schrift haben sie nichts zu suchen.
Der Autor ist übrigens Professor für Slawistik in Wien. Schuster, bleib bei deinen Leisten;)