Die "Feministische Linguistik" als Teilgebiet der Sprachwissenschaft ist immer noch ein relativ neues Forschungsgebiet. Seit den 70er Jahren beschäftigt man/frau sich mit der "Sprache der Frau". Samel geht grundlegend auf die Entstehung und Themen der feministischen Sprachwissenschaft ein. Dazu gehört die Idee von einer Frauensprache, erste Hypothesen zum weiblichen Sprachgebrauch, sprachliche Gewalt gegen Frauen, der Gebrauch von genus und Sexus bei Personenbezeichnungen und den Wandel in der Sprache - um nur einige angesprochene Punkte zu nennen. Die Hauptintention des Buches ist es, Kritik am jetzigen Sprachgebrauch zu äußern und andere Methoden und Möglichkeiten vorzustellen. In einem zweiten Teil des Buches werden Forschungen zum Kommunikationsverhalten von Mann und Frau näher dargestellt. ( etwa, daß Redebeiträge in Gesprächen von Frauen wesentlich kürzer sind, als die von Männern, Frauen sich häufiger unterbrechen lassen, häufiger von bestimmten, sie betreffende Themengebieten sprechen und ihr Wortschatz an dieser Stelle reicher ist, als der von Männern). Samel wendet sich an Studentinnen und Studenten der Sprachwissenschaft, die sich näher mit "Gleichberechtigung im Bereich der Sprache" beschäftigen möchten. Analysiert und vorgestellt wird dies anhand von Gesprächen, Formulierungen und (Fach-)Texten. Mehr Beispiele und Antworten auf aufgeworfene Fragen hätten dieses Buch mehr abgerundet. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)