Das Buch ist in verschiedene Teile gegliedert, wobei in den ersten zwei Teilen allgemeine ethische Theorien sowie spezifisch medienethische Theorien analysiert und vor allen Dingen kritisiert werden.
Aufgrund der Darlegung von großen Mängeln und Inkonsistenzen dieser Theorien und der guten Bloßstellung des durch Regelungsinstitutionen wie Presse- oder Werberat oder FSK geführten medienethischen Diskurses als pure Selbstlegitimationsstrategie, schlägt der Autor den Übergang zur Methaethik vor, die sich u.a. auf die Analyse beschränkt und zur Vermeidung von Inkonsistenzen und Fehlern das präskriptive Potential gängiger Theorien aussen vorläßt.
Auf Grundlage dieser Metaethik werden in den folgenden Kapiteln die Normativität von medialen Formen, die medienethische Wertigkeit einzelner Genres sowie die in medialen Produkten ständig vollzogene und auch vielerorts diskutierte Darstellung von Gewalt analysiert.
Ein gutes Buch, dessen Status als Einführung vielleicht zu diskutieren und dessen enorm verwissenschaftlichtes Vokabular zu kritisieren wäre, denn man braucht schon die ersten 30 Seiten und ein Fremdwörterbuch, um durchzusteigen, was sich aber im weiteren Verlauf lohnend auszahlt.
Die Diskussion und Kritik der diversen Theorien im ersten Teil sind schwer einzuschätzen, wenn man all diese nicht original gelesen hat.
Unbedingt empfehlenswert und als Höhepunkt zu bezeichnen sind hingegen die metaethischen Analysen in den folgenden Kapiteln, die so manche unter dem Banner der Ethik agierende Institution entlarven und die Funktionsweise und uns allen so bekannte Struktur von (Hollywood)Filmen hervorragend erläutern.