Die Rolle, die das anglo-amerikanische Recht (auch im deutschen Rechtskreis) spielt, ist unbestritten. Dennoch fällt der Einstieg in diese Materie schwer, da sie mit der deutschen juristischen Methodik allein nicht erlernbar ist. So hat Blumenwitz das erklärte Ziel, die Methode der Rechtsfindung zu erläutern und nicht das genaue Sachrecht im Einzelnen darzustellen. Das Buch besteht aus drei großen Abschnitten, der erste behandelt die anglo-amerikanische Rechtsquellenlehre (also das Verhältnis und die Entstehung von Common Law, Case Law, Statute Law und weitere Rechtsquellen), im zweiten wird das Arbeiten mit der einschlägigen Rechtsliteratur anhand von Beispielen dargestellt, im letzten Teil gibt der Autor praktische Hinweise zur Lösung von Rechtsfragen, wobei er auch CALR (Computer Assisted Legal Research) ausführlich behandelt. Durch das ganze Buch zieht sich eine sorgfältige Gliederung der einzelnen Kapitel in einen Teil für das Recht der Vereinigten Staaten und einen weiteren für Großbritannien, hierbei werden auch die Unterschiede zwischen den beiden Staaten aufgezeigt. Zur Vertiefung einzelner Fragen sind jeweils Fundstellen angegeben, die auch hierzulande nicht allzu exotisch sind. Für eine erste Kontaktaufnahme mit dem anglo-amerikanischen Rechtskreis kann man dieses Buch nur empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)