Die 3 Bände bieten sich sehr gut als Einführung in das facettenreiche Feld der Emotionstheorien an. Sie führen - beispielnehmend an den einflussreichsten Emotionstheorien - entlang historischer und inhaltlicher Entwicklungsstränge, gehen dabei auf Kontroversen und offene Fragen ein. Die Theorien werden nicht nur in Struktur und Inhalt ausführlich dargestellt, sondern auch auf der Basis der prägenden Einflüsse von Vordenkern und den formenden Diskussionen derzeitiger und gegenwärtiger Kritiker in ihrer Entwicklung und Wandlung beschrieben. Man sollte sich also auf eine detaillierte, am Gegenstand faszinierte Abhandlung einstellen - sie geht über das obligatorische, rein faktische Prüfungsmaterial hinaus, und stellt nicht den betäubenden Allgemeingültigkeitsanspruch, der in manch anderen Lehrbüchern den Studierenden zu entmündigen, zu einseitiger, unreflektierter Wissenswiedergabe zu mechanisieren scheint. So weisen die Autoren in abschließenden Bemerkungen nach jedem Kapitel die Knackpunkte und Schwachstellen der Theorie auf, regen mit Kritik und Alternativen an, und positionieren sich so für Einwand oder Zustimmung. Was haben wir somit vorliegen? Den noch "jungen", grobgeschliffenen, vielfarbig funkelnden Gegenstand der wichtigsten Emotionstheorien in aller Tiefe und Ausführlichkeit dargestellt; anregend zum Beschauen, Reflektieren, Mitformen =); ein lerneffektives, einprägsames Instrumentarium innerhalb der Psychologie.