Ein Mittelfinger für die Feinde / ein Zeigefinger für die Kids .. dieser Präzisionspunch kann durchaus als programmatisch für den gesamten Silberling Einerseits, Andererseits ; von Edit Ents neues souligen Zugpferd Chefket bezeichnet werden. Dieser Krieger des Lichts lässt sich von keinem halbtalentierten Hanswurst die Butter von der Stulle nehmen & ihm kommen deutlich häufiger positive Ansagen statt Gewaltfantasien über die Lippen & er bringt sein Licht ins Dunkel des gegenwärtigen Hauptstadtraps. Der Titel des Albums ist natürlich ne wahre Steilvorlage für eine Besprechung, kann man doch an diesem Bildchen, zahllose schöne Ableitungen anhängen. Zum ersten, der Mittel- & der Zeigefinger ... Ja, dieser MC muss keine Freestylecypher fürchten, weil er einerseits endlos viele Styles in petto hat, an denen sich die überhebliche Gegnerschaft sicherlich schon mehr als einmal verschluckt hat. Andererseits wirft er aber auch ebenso viele clevere Nachdenkersongs mit großem Headnodfaktor ins überraschte Publikum & dieser Zeigefinger nervt nicht mal, Schnulzencurse sollte mal nach einem Feature anfragen, wenn er mal wieder Relevanz haben mag ;). Große Gangsta-Gesten von vorgestern oder standardisierte Synthieballerfläche sind konsequent von der Platte verbannt worden, was sie natürlich weniger massenkompatibel macht, aber egal die gemeine Prollette ist ohnehin schon bei einem hintergründigen Doppelzeiler maßlos überfordert. Chefkets Publikum setzt sich, wie bei den Editkälbern umtanzenden Massen üblich, aus den offenköpfigen, entspannten Menschen mit Zuhörkompetenz zusammen. Ein Faktum, welches man auch bei der phantastischen Releaseparty beobachten konnte, keine Silberrückenposse schlug Alarm und auch die überzogene Styleflittchen beiderlei Geschlechts waren ausgeblieben oder an der Türpolitik des Lands der Freshness gescheitert, es war einfach ein Fest für Rap, ein Abend, der trotz aller Zugaben irgendwie zu kurz war. Aber kommen wir mal zu den harten Fakten, was bietet der Tonträger, was seinen Kauf rechtfertigt? Einerseits: Topstylisches Artwork, welches sich von den aktuellen Designs sehr angenehm abhebt, einen nach wie vor unglaublich großartigen DJ Werd, dessen leckeren Cuts ich immer wieder gerne lausche. Desweiteren: Charmante, durch den Live-Schlagzeugsound massiv aufgewertete Arrangements, die ballern wie alte Soulperlen & exquisite Lyrics, wie ich sie in Deutschland lange vermisst hab, vorgetragen von einer Stimme, die sich durch ihre warme Klangfarbe & ihre vom Soul durchtränkte Note, deutlich von der deutschen Masse abhebt. Kurz: Chefket ist Soul, Chefket ist Rap, Chefket ist Chef. Andererseits: eigentlich nücht ;). Hörempfehlungen vonseiten des Flaneurs? Jibbt es, is ja klar. Ne Nummer die mir seit Tagen nimmer ausm Ohr geht ist, das verdammt treibende Electroboogiebrett -Cool Easy Fresh-, welches von den Jungs von M21Berlin auf die Platte gezaubert wurde. Und hier ist es insbesondere der Chorus, der die sozialen Maskenspielchen der Wochenendfeiermobs, die jeder von uns zu Genüge kennt, thematisiert, welcher mich übel gepackt hat. Schierer Ohrwurm! -alle broke ohne Job selbstbewusst auf Kokain [...] Cool Easy Fresh / innerlich stimmt was nicht / aber äußerlich ist immer alles / Cool Easy Fresh- Solche Zeigefinger würde ich gerne häufiger hören, während andere Rapper diesen gefährlichen Irrsinn noch glorifizieren, legt Chefket seine Finger lieber auf/in die Wunde, dabei kommentiert er nur & dies ganz ohne billige Antworten zu geben. Fesselnde Nummer ... und der Schlußsatz -wenn du wissen willst wie sehr Leute leiden schau' ihnen beim Feiern zu- ist mehr als schlagend, eine gewollte Ohrfeige ins Gesicht der angestumpften Masse. ... ganzer Artikel zu finden auf derdigitaleflaneur.blogspot.com (Der digitale Flaneur)
Der erste Rapper Heidenheims Chefket hatte es mit seiner Liebe zum Hip-Hop in seiner Heimatstadt definitiv nicht einfach. Alles was Heidenheim anbot, waren ein paar B-Boy-Crews, aber auf Dauer kann das ohne Hip-Hop-Jams und -parties ja nichts werden... Inzwischen ist Chefket in Berlin angekommen, hat zehn Jahre an seinem Sound gefeilt und ist nun so weit, dass er sein erstes Soloalbum Einerseits Andererseits über das Label edit ent. releasen kann. Am 22. September erscheint seine Platte, die Soul, Funk und Hip-Hop verbindet und auf der er jetzt seine Lyrics und Flows der großen weiten Welt präsentieren will. Darunter finden sich auch Double-Time-Parts auf Türkisch, selbstgesungene Hooks und Features von Amewu, Bajka, Ben von den Ohrbooten und DJ Werd. Das Snippet zeigt auf jeden Fall einen ehrlichen Jungen, der es verdient hat, gehört zu werden. (Backspin.de)
In Heidenheim gibt es eine 500m lange Fußgängerzone, ein Schloß und jede Menge Wälder. Kulturell gab es hier nur wenig Entdeckungen zu machen. Vor zwölf Jahren fing Chefket hier mangels Alternativen mit dem Rappen an. Er war der erste Rapper Heidenheims. Zuhause wurde nur türkisch geredet und draußen nur deutsch. Für Chefket waren das zwei Welten, in denen er leben und lernen konnte. Chefket heißt eigentlich Sevket, ein alter osmanischer Name, den früher Sultane als eine Art Titel in ihrem Namen trugen. Am 22.09.2009 releast Edit das Debut-Album von Chefket "Einerseits Andererseits"! Chefket hat sich dazu entschieden, hinter jedem Wort, das er sagt, zu stehen. Zehn Jahre hat er an seinem Style gefeilt: eine Mischung aus Gesang und Tripple-Time Rap. Chefket singt seine Hooks selbst und auch sein schneller Rap klingt nach melodischem Canto. Chefket glaubt, dass Musik eine universelle Sprache der Seele ist und Rap ein Wortorchester, das den Atem beschleunigt und die Zeit anhält. Rap braucht Originalität, Inhalt, Flow und auch Humor. All das hat Chefket anzubieten. Er hat sich viel vorgenommen und sein Debut-Album 'Einerseits Andererseits' ist erst der Anfang. Chefket bringt Rap, Soul und Funk zusammen und überzeugt durch seine inhaltsstarken Tracks und nicht zuletzt durch seine hervorragenden Rap-Skillz. Auf seinem Album wird er von Amewu, Bajka, Ben von den Ohrbooten und DJ Werd unterstützt. Die Beats kommen von Krutsch, Tilman, DJ Farhot, 12 bit phil und m21. Er wurde Vize-Weltmeister der Rap-Challenge End Of The Weak in London. (Mk Zwo)
'Den Mittelfinger für die Feinde, den Zeigefinger für die Kids, beide für den Rest.' Chefket hat sich dazu entschieden, hinter jedem Wort, das er sagt, zu stehen. Zehn Jahre hat er an seinem Style gefeilt: eine Mischung aus Gesang und Tripple-Time Rap. Chefket singt seine Hooks selbst und auch sein schneller Rap klingt nach melodischem Canto. Chefket glaubt, dass Musik eine universelle Sprache der Seele ist und Rap ein Wortorchester, das den Atem beschleunigt und die Zeit anhält. Rap braucht Originalität, Inhalt, Flow und auch Humor. All das hat Chefket anzubieten. Er hat sich viel vorgenommen und sein Debut-Album 'Einerseits Andererseits' ist erst der Anfang. Chefket bringt Rap, Soul und Funk zusammen und überzeugt durch seine inhaltsstarken Tracks und nicht zuletzt durch seine hervorragenden Rap-Skillz. Auf seinem Album wird er von Amewu, Bajka, Ben von den Ohrbooten und DJ Werd unterstützt. Die Beats kommen von Krutsch, Tilman, DJ Farhot, 12 bit phil und m21berlin. Er wurde Vize-Weltmeister der Rap-Challenge End Of The Weak in London.