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Der Protagonist Carson Ryder ist Detective aus einer dysfunktionalen Familie, mit einem Abschluß in Psychologie, hat einen schwarzen Partner und hat neben unkonventionellen Ermittlungsmethoden seinen eigenen „Hannibal Lecter": Einen psychopathischen, hochintelligenten Bruder, der wegen mehrfachen Frauenmordes einsitzt und ihm bei den Ermittlungen in der Mordserie behilflich ist. Aber für die Hilfe muß Carson auch seinen Preis zahlen...
Carson geht in Kerleys Erstling eine Beziehung mit der Pathologin Ava Davanelle ein, die Alkoholikerin ist und dieses vor ihrer Umwelt zu verbergen versucht, damit sie ihren Job nicht verliert.
Carson kämpft also an drei Fronten: gegen die Dämonen seiner Vergangenheit (dazu zählt eigentlich auch sein Bruder), um die Aufklärung der Mordfälle (die durch einen renitenten, machtgierigen Captain immer wieder behindert werden) und versucht, Ava trocken zu bekommen.
Die Charaktere sind sehr vielschichtig. Der Plot spannend, rasant und aufgrund der vielen möglichen Verdächtigen nicht zu durchschauen. Ganz nebenbei fand ich als Serienfreak das Setting Alabama toll (und auch ebenso beschrieben), denn mir ist bisher noch keine Serie aus Alabama in die Finger gekommen.
Fazit: Bitte nicht verpassen! Es lohnt sich!!!
Vor die Wahl gestellt, mühsam im Dunkeln herumzustochern oder aber zu hoffen, einfach bei Licht fündig zu werden, entscheiden sich neunundneunzig von hundert Menschen für das Licht. Die titelspendende Ausnahme ist Carson Ridgecliff, der Protagonist des durchweg gelungenen Debüts von Jack Kerley.
Carson Ridgecliff, Sohn eines sadistisch veranlagten Vaters und Bruder eines fünffachen Frauenmörders, hat mit seiner Vergangenheit abgeschlossen und bereits vor Jahren seinen Nachnamen in Ryder ändern lassen. Ryder kam als gelernter Psychologe zur Polizei und löste bereits den berühmten Adrian-Fall auf spektakuläre Weise, wenngleich nur mit Hilfe seines ungeliebten Bruders Jeremy, der ihm als "Fachmann" den entscheidenden Tip zur Überführung des Serienmörders gab.
Als in einem Park der Stadt Mobile eine kopflose Männerleiche gefunden wird, ist das Wissen von Ryder und seinem Partner Harry Nautilus gefragt. Die beiden bilden die neu gegründete Sondereinheit PSET - Psychopathologisches und Soziopathologisches Ermittlungsteam - der Mobiler Mordkommission, dort nur abfällig Piss-It genannt. Ryder und Nautilus haben es aber nicht nur mit einem cleveren Mörder zu tun, sondern vor allem mit ihrem karrierebesessenen Vorgesetzten Captain Squill. In Kürze geht Polizeipräsident Hyrum in Ruhestand und als Nachfolger stehen seine Vertreter Belvidere und Plackett zur Auswahl. Als die PSET gegründet wurde geschah dies mit Unterstützung von Belvidere und gegen den Willen von Plackett. Squill, der sich auf die Seite von Plackett geschlagen hat, hofft stellvertretender Polzeichef zu werden, sollte Plackett die anstehende Wahl gewinnen. Ein Erfolg der PSET ist daher in der gegenwärtigen Situation das Letzte, was Squill gebrauchen kann. Er entzieht kurzerhand Ryder und Nautilus den Fall, da wird eine zweite kopflose Männerleiche gefunden.
Eigentlich hat Ryder mit der Lösung des Falles und seinen Differenzen mit Squill schon genug Probleme, aber ausgerechnet in dieser Situation lernt er die Pathologin Ava Davanelle kennen. Bei ihrem ersten privaten Treffen entdeckt Ryder, dass sie Alkoholikerin ist und versucht ihr mit Hilfe eines ehemaligen Kollegen zu helfen. Doch auch damit nicht genug: Sein Bruder Jeremy meldet sich aus dem Gefängnis in Ryders Leben zurück und bietet erneut seine Hilfe bei den Mordfällen an...
Fazit:
Ein eindruckvolles Debüt. Was mich an Jack Kerley überzeugt hat, ist nicht nur sein sehr guter Schreibstil, sondern auch seine Art, die Protagonisten in aller ausfühlichkeit zu beschreiben und ihnen Leben einzuhauchen. Das gelingt ihn von der ersten Seite. An der Spannung gibt es eigentlich nur zu mangeln, dass sie während der Zeit, in der man die Protagonisten kennenlernt, ein wenig verloren geht, doch man fühlt sich trotzdem noch gut unterhalten.
Alles in allem ein eindrucksvolles Debüt!
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