... möchte man da doch mit den "Prinzen" sagen. Mensch, Otto! Hast du das wirklich nötig? Nötig, deine Kollegen zu beklauen?
Wer den bairischen Comedian und Wortspielmeister Willy Astor kennt, wird mir spätestens beim "Inselpfarrer" recht geben. Das ist nichts anderes als Astors "Länderspiele"! Und Teil eins ist von seinem _1995_er Album "Scherz Spezial Dragees" - somit ist wohl klar, wer von wem abgekupfert hat.
Wie außerdem schon gesagt wurde: die wirklich originelle Strophe der Schlümpfe wurde auch komplett weggelassen (oder wegzensiert?). Die Rülpser bei "Plörr Bräu" passieren so oft, dass es nicht mehr lustig ist. 1x hätte gereicht. Aber das 3-4x zu wiederholen, stumpft sich in kürzester Zeit ab; wirkt in dieser Lautstärke sogar recht abstoßend; um nicht zu sagen: _zu_ abstoßend.
Einen Stern (deswegen sind's alles in allem 2) verdienen die Musikeinlagen (z. B. "Ich bin Ostfriese" und "Zehn kleine Ottifanten"), in denen Otto seine eigentliche Gabe voll beweist: absolute Musikalität.
Alles in allem aber kann das Album wegen dem viel zu oft durchgekauten "Aus alt mach neu"-Prinzip in keinster Weise überzeugen.
Waalkes sollte sich lieber doch wieder auf den Schwerpunkt 'Musikeinlagen' (wie bei 'Only Otto') konzentrieren, und Wortspiele diejenigen machen lassen, die das schon immer gemacht haben. Schuster bleib bei deinem Leisten.
Und wenn irgend möglich, ist ihm dringend anzuraten, die "Hänsel und Gretel" nicht noch weiter auszulutschen, sondern wieder was ganz neues zu machen. Aber anscheinend kann er das nicht (mehr?); oder denkt er womöglich, er verstöre sein Publikum wenn er nicht doch wieder bei seinem nächsten Live-Gig die x-te Auflage von "Hänsel und Gretel" bringt?
Es ist ihm zu wünschen, diese Zweifel zu ignorieren.