Dan Gallagher (MICHAEL DOUGLAS), ein glücklich verheirateter und aufstrebender Anwalt, trifft an einem Wochenende, das er ohne Frau und Tochter allein in New York verbringt, die attraktive und allein lebende Lektorin Alex Forrest (GLENN CLOSE). Es kommt zum One-Night-Stand, dem Dan aber keinerlei Bedeutung beimisst. So kehrt er zurück in sein behagliches Familiennest.
Um so größer sein Schreck, als Alex selbstbewusst Ansprüche an ihm stellt. Dan weist jegliche Verantwortung von sich und wenn er sich anfangs durch ihr offensives Werben geschmeichelt fühlte, so weicht dies mehr und mehr purer Angst: Vor ihren Selbstmordandrohungen, vor dem Psychoterror, den sie auf alle Familienmitglieder ausübt, v.a. aber dem Zusammenbruch seiner scheinbar so heilen Welt.
Mit diesen Szenen psychischer und physischer Gewalt schlägt das psychologisch aufgebaute Melodram um Schuld und Verantwortung in einen Thriller mit effektvoll inszenierten Schockmomenten aus. Bezüge zu anderen Filmen sind unübersehbar. So ist die spannende Badewannenszene HENRI-GEORGES CLOUZOTS Film "Die Teuflischen" entlehnt.
Angesichts der Rückbesinnung auf dauerhafte Zweierbeziehung im Zeitalter von AIDS war der enorme kommerzielle Erfolg von "Fatal Attraction" schon vorprogrammiert.
Ein perfekter Psychothriller, für den GLENN CLOSE damals den Oscar mehr als verdient hätte.