... für Al Gore ist es, dass sich die Angaben in seinem Buch nicht nachvollziehen lassen. Ich habe das Buch "Meltdown" von Prof. Michaels (welches sich auf gemessene Daten u. a. von der NASA beruft) benutzt, um die auf der Internetseite www.climatecrisis.net angegebenen Behauptungen zu bewerten.
1. Der Klimawandel ist da und vom Menschen gemacht: Es stimmt, dass der Klimawandel in den letzten Jahren durch CO2 verursacht wurde. Der Temperaturanstieg am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte jedoch natürliche Ursachen.
2. Die Anzahl schwerer Hurrikanes hat sich verdoppelt: Die Anzahl der Hurrikanes hat sich wenig geändert und ihre Stärke sinkt.
3. Malaria verbreitet sich: Das stimmt, aber die Ursache liegt nicht im Klimawandel (sondern an Migration, schlechter ärztlicher Versorgung, Verzicht auf DDT usw.)
4. Die Gletscher in Grönland schmelzen schneller: Die Studie bezieht sich nur auf 5 Jahre und ist daher ohne Aussagekraft. Dort oben wird es eher kälter (siehe Punkte 7 und 10).
5. Tierarten wandern zu den Polen: Das ist eine Ausbreitung und keine Flucht; eindeutige Aussagen sind nicht möglich.
6. Die Anzahl der Hitzetoten wird sich verdoppeln: Diese Berechnungen stützen sich in der Regel auf falsche Klimamodelle und sind deshalb unbrauchbar. Es ist damit zu rechnen, dass die Anzahl der Kältetoten abnimmt (weil der Temperaturanstieg eher im Winter erfolgen wird), welche die Anzahl der Hitzetoten um das Neunfache übersteigt.
7. Durch das Schmelzen der Polkappen steigt der Meeresspiegel um 7 Meter: Zunächst ändert das Abschmelzen von Eis, das im Wasser liegt, den Meeresspiegel gar nicht. Darüber hinaus schmilzt nur ein kleiner Teil der Westantarktischen Halbinsel, welche selbst nur ein winziger Bruchteil der Antarktis ist (der Rest wird eher kälter und sammelt mehr Eis an). Am Nordpol schmilzt das Eis ein wenig, obwohl es heute kälter als vor 70 Jahren ist. Das Grönlandeis braucht zum Abschmelzen Jahrzehntausende, sodass es wahrscheinlich durch zukünftige Eiszeiten unterbrochen werden wird.
8. Hitzewellen werden häufiger und extremer: Die Anzahl der Hitzetoten sinkt bereits; Hitzewellen in den Südstaaten der USA wären nur dann möglich, wenn der Golf von Mexiko vollständig austrocknet.
9. Dürren und Feuer nehmen zu: In den USA ist genau das Gegenteil der Fall; es regnet nämlich etwas mehr.
10. Der Arktische Ozean wird bald eisfrei sein: Siehe Punkt 4. Auch im 19. Jahrhundert gab es dort nicht mehr Eis als heute; das hängt eher mit der Windrichtung als mit den Temperaturen zusammen. Vor Jahrtausenden war es bis zu zwei Grad wärmer; damals haben Eisbären und Eskimos das auch überstanden.
11. Eine Million Arten werden aussterben: Da es im 20. Jahrhundert schon eine fast so hohen Temperaturanstieg (0,7 bis 1,0 Grad) wie den für das 21. Jahrhundert erwarteten (1,5 bis 2,0 Grad) gegeben hat, ohne dass es ein Artensterben gab, ist diese Aussage reine Erfindung.
Wie Prof. Michaels in seinem Buch zeigt, entstehen solche Fehler dann, wenn man sich auf Modelle verlässt und die gemessenen Daten nicht berücksichtigt. Der prognostizierte Temperaturanstieg stammt übrigens von Prof. Hansen, welcher 1988 den Stein des Klimawandels ins Rollen brachte. Möglicher Weise wird der Temperaturanstieg auch geringer, weil es Anzeichen für eine mögliche Verlangsamung des Klimawandels gibt.
Ich kann das Buch von Al Gore deshalb nicht empfehlen. Vielleicht soll es seine Partei bei den bevorstehenden Wahlen unterstützen?