Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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63 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Wachmacher der besonderen Art!, 19. Oktober 2006
Kritiker meinen, dieser Film sei zu amerikanisch und zu personifiziert. Ich finde, es ist endlich mal ein Film, der die Dinge beim Namen nennt, ohne zu übertreiben und/oder reißerisch zu berichten. Und, wie ich finde ganz wichtig, er hat eine gigantische Dramaturgie. Denn Al Gore nennt Daten und Fakten, für jeden leicht verständlich - daher auch unbedingt ein Film, der an ALLE Schulen gehört und von Kindern leicht verstanden wird - und gibt Lösungen. Kleine, feine Schritte. Wirklich für JEDEN nachvollziehbar und auch realisierbar. So dass der CO2-Ausstoß für jeden einzelnen für uns zu reduzieren ist - sogar bis auf 0!!! Dieser Film gibt einem einen Stich ins Herz - und den Mut, die Schritte zu gehen. Absolut unterstützungwürdig! Auch die Homepage zu diesem Film, auf der jeder ganz einfach den CO2-Ausstoß z. B. seines Hauses ausrechnen kann und mit den dazugehörgen Tipps, dieses zu ändern. Schritt für Schritt! Denn Al Gore sagt so schön: die kleinen Schritte sind es, die sich zu großen summieren. Danke, Al Gore!
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39 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Frosch (oder Froschkönig?!) in uns ..., 2. Februar 2007
Sollte der Film eine extrem breite Öffentlichkeit erreichen und sich dort die Aufbruchsstimmung durchsetzen, die der Film auf ebenso durchdachte wie emotional ansprechende Weise auszulösen versucht, wäre dies wahrscheinlich das wichtigste Medienerzeugnis der Menschheitsgeschichte.
Der Film alterniert zwischen zwei Ebenen: Teile der multimedial hervorragend aufbereiteten Präsentation, die Gore weltweit bereits tausendfach gehalten hat, wechseln mit persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen Gores im Reportagen- bzw. Tagebuch-Stil. Die erste Ebene liefert in vereinfachter und gut verständlicher Form die wissenschaftlichen Grundlagen des Treibhauseffektes und möchte Einsicht in die überwältigende Faktenlage erwirken, die zweite zeigt die Stationen von Gores eigenem Weg hin zum Klimaapostel und appelliert dabei emotional an den Zuschauer, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen.
Es ist erfreulich, dass sich der Film nur ansatzweise in Schuldzuweisungen ergeht und ansonsten sehr konstruktiv ist. Besonders gut gelungen ist auch der Abspann, wo sehr ansprechend konkrete Handlungsanweisungen für den Alltag aufgezeigt werden.
Fazit: Viel besser hätte man es nicht machen können, auch wenn die Menschheit einen solchen Aufklärungsfilm sicherlich schon 2-3 Jahrzehnte früher gebraucht hätte. Ich befürchte aber, dass die Medien durch entsprechend selektive Berichterstattung dafür sorgen werden, dass dem Film die ganz breite Öffentlichkeit, die er unbedingt verdient, verwehrt bleiben und er deshalb nicht die wünschenswerte Wirkung erzielen wird. Und selbst wenn er alle Menschen erreichte, glaube ich persönlich, dass die menschliche Psyche dem langsam verkochenden Frosch im Wasserbad (ein Bild aus dem Film) zu ähnlich ist, d.h. dass wir zu kurzsichtig sind um zu agieren, bevor uns die zunehmenden Naturkatastrophen noch wesentlich unmittelbarer bedrohen - und dann dürfte es längst zu spät sein. Damit möchte ich aber niemanden davon abbringen, sich den sehr gelungenen Film selbst anzuschauen um festzustellen, was er / sie selbst bereit ist, jetzt schon zu tun.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Unbequem und Unangenehm - aber Wahrheit?, 30. August 2009
Selten zuvor ist mir eine Rezension über ein Buch oder einen Dokumentarfilm so schwer gefallen, wie bei dem Film "Eine unbequeme Wahrheit"
Die so genannten Fakten die uns in diesem Film so gekonnt und kurzweilig präsentiert werden sind mehr als beunruhigend.
Als ich einmal bei einem anderem Vortrag in "meinem" Fachbereich - der Werbung - einmal einen Vortragenden die Frage stellte warum der Großteil der Werbung im Fernsehen so dämlich sei, bekam ich eine für mich damals ernüchternde Antwort die mich ziemlich verärgerte und sich so auch bei mir eingebrannt hatte und zwar:
90 % der Fernsehkonsumenten seien Vollidioten, somit müsse auch die Werbung darauf reagieren und sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner konzentrieren. Auch wenn ich mich heute noch immer innerlich gegen derartige polemische Aussagen auflehne, so birgt diese doch einen gewissen Kern an Wahrheit.
Ich fühlte mich nach dem Ende des Films wieder an diese Aussage meines damaligen Vortragenden schmerzlich erinnert.
Der Film wurde (vom Drehbuch, über das Filmteam, Regisseur, Schnitt und natürlich Alan Gore) professionell aufbereitet und hat somit einen extrem hohen Unterhaltungswert.
Auch die scheinbaren Fakten wurden mit Hilfe von beeindruckenden Grafiken und Comics für jeden Nichtwissenschaftler (so wie auch ich einer bin) so leicht verständlich aufbereitet, dass man am liebsten sofort sein eigenes Bettleintuch mit Contra CO2 Sprüchen bemalen möchte und den weiteren Drang hat sich vor irgendein Regierungsgebäude zu setzen um dort in den Hungerstreik zu treten. Dies so lange bis entsprechende Gesetze entworfen und auch beschlossen werden, die dazu beitragen den CO2 Gehalt auf unserer Erde zu senken.
Aber irgendetwas stört und hält mich neben meinem großen Appetit doch zurück den Hungertod als Märtyrer zu sterben!
Einer der möglichen Gründe könnte sein, dass ich vielleicht doch nicht zu den 90 % Vollidioten zählen möchte und erstmal im Internet recherchiert habe, wo viele der in dem Film präsentierte "Fakten" doch eher keine wirklichen Fakten sind. Diese von vielen Wissenschaftlern anders dargestellt werden und möglicherweise doch nur Mr. Gore helfen seine CO2 Umweltzertifikate gewinnbringend einem möglichst breiten Publikum zu verkaufen.
Verdammt! Da ist es wieder "das unangenehme Gefühl", das man hat, wenn man z.B. bei Gesundheitsproblemen zwei verschiedene Ärzte fragt und dann zwei unterschiedliche Diagnosen erhält. Genau so geht es mir jetzt auch bei dem Vortrag von Mr. Gore.
So bleiben eben nur mehr der gesunde Menschenverstand und die Hoffnung damit doch zu den elitären 10 % zu gehören. Kurz, ich denke dass der Streifen zumindest zu einem erheblichen Teil eher als panikmachende Werbung einzustufen ist.
Auch die beinahe schon glorifizierende Selbstdarstellung in dem Film, des zugegebenermaßen sympathischen ehemaligen Präsidentschaftskandidaten stimmt mich skeptisch.
Trotz all der Auszeichnungen, die Mr. Gore und sein Team für diesen Film erhalten haben, sehe ich darin nur gut verpacktes Entertainment unter dem Deckmantel dokumentarisch zu berichten.
Warum dann dennoch 3 Punkte? Es kann nicht schaden sich einige der genannten "Fakten" und mögliche Erderwärmungsverursacher aus dem Film doch etwas genauer anzusehen. Vielleicht hat Gore ja irgendwo doch recht und alle anderen Wissenschaftler die dagegen argumentieren liegen falsch.
Sonst erwartet uns vielleicht tatsächlich einmal ein typisch amerikanisches oder besser hollywoodmäßiges Ende, dass ich uns und vor allem unseren Kindern nicht wünsche!
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