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Eine Frau an seiner Seite. Ehefrauen in der 'SS-Sippengemeinschaft'.
 
 
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Eine Frau an seiner Seite. Ehefrauen in der 'SS-Sippengemeinschaft'. [Taschenbuch]

Gudrun Schwarz
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (1. September 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746680506
  • ISBN-13: 978-3746680507
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 11,9 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 569.324 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die SS gilt bis heute als Männerorden, obwohl Heinrich Himmler bereits 1929 verkündet hatte, er wolle aus der SS eine Sippengemeinschaft von Männern und Frauen formen, eine -rassische Oberschicht des germanischen Volkes- als Führungselite eines von den Nazis beherrschten Europa. Die Soziologin Gudrun Schwarz hat beispielhaft Lebensläufe von SS-Ehefrauen untersucht und schildert einen durch die NS-Ideologie geprägten Familienalltag, der den Mann emotional entlasten sollte. Viele Ehefrauen waren nicht nur Mitwisserinnen der Taten ihrer Männer, sondern aktive Komplizinnen und Mittäterinnen. Sie besuchten ihren Mann am Einsatzort oder wohnten jahrelang in den Siedlungen am Rande der Konzentrationslager. -Eine Frau an seiner Seite- ist ein Beitrag zur Demontage des Bildes der Frau als Opfer der Verhältnisse, das sich - getragen von Forschung, Justiz und Politik - in der deutschen Nachkriegsgesellschaft etablieren konnte.

Der Verlag über das Buch

Ehefrauen in der »SS- Sippengemeinschaft«
Die SS gilt bis heute als Männerorden, obwohl Heinrich Himmler bereits 1929 verkündet hatte, er wolle aus der SS eine Sippengemeinschaft von Männern und Frauen formen, eine »rassische Oberschicht des germanischen Volkes« als Führungselite eines von den Nazis beherrschten Europas. Sein 1931 erlassener »Verlobungs- und Heiratsbefehl« dekretierte, daß SS-Männer nur Frauen heiraten durften, die sich freiwillig der geforderten rassischen und politischen Überprüfung unterzogen und zugleich bereit waren, im Himmlerschen Sinn auf ihr gesellschaftliches Umfeld einzuwirken. Auf der Basis dieser Ideologie wurden zwischen 1931 und 1945 240 000 Ehen von SS-Angehörigen geschlossen.

Die Soziologin Gudrun Schwarz hat beispielhaft Lebensläufe von SS-Ehefrauen untersucht und schildert einen durch die NS-Ideologie geprägten Familienalltag, der den Mann emotional entlasten sollte. Viele Ehefrauen waren nicht nur Mitwisserinnen der Taten ihrer Männer, sondern aktive Komplizinnen und Mittäterinnen. Sie besuchten ihren Mann am Einsatzort oder wohnten jahrelang in den Siedlungen am Rande der Konzentrationslager, wo sie ihre Kinder aufzogen, Feste feierten, den »Arbeitsplatz« ihrer Männer besichtigten und sich auf die ihnen verheißene Rolle der neuen Herrscherinnen im Osten vorbereiteten - eine psychologisch nicht zu unterschätzende Kompensation für die geforderte Folgsamkeit und Unterwürfigkeit in der Ehe.

Gudrun Schwarz führt ein Amalgam rassistischer Dispositionen, sozialen Ehrgeizes, wirtschaftlichen Strebens und autoritärer Charakterstrukturen vor, das es am Ende einigen der beteiligten Frauen sogar möglich machte, Auschwitz als eine »Idylle« zu bezeichnen.

»Eine Frau an seiner Seite« ist ein Beitrag zur Demontage des Bildes der Frau als Opfer der Verhältnisse, das sich - getragen von Forschung, Justiz und Politik - in der deutschen Nachkriegsgesellschaft etablieren konnte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Im ersten Teil des Buches wird die organisatorische Seite einer SS-Ehe geschildert, Zeremonien und beizubringende Dokumente. Das ist sehr interessant und das hat man so zusammengetragen auch noch nicht gelesen. Der zweite Teil befaßt sich mit den "Verbrechen" der Frauen, die oft in der Nähe von KZ'n lebten. Da kommte es leider schon zu haarsträubenden Schlußfolgerungen durch die Autorin. Z.B. wird einer an Typhus verstorbenen Ehefrau, über die selbst Zeitzeugen nichts Negatives zu berichten wissen, auch ausdrücklich NICHT, dass sie sich an Häftlingseigentum bereichert habe, unterstellt, dass sie ja doch Kleidung ermordeter jüdischer Frauen getragen haben MUSS - sonst hätte sie sich ja nicht angesteckt ... Der dritte Teil schließlich handelt von der Zeit nach dem Krieg, vom Untertauchen der ehemaligen "Elite". Wie verbrecherisch, dass die Frauen ihren Männern zur Flucht verhalfen ... Ist das nicht eigentlich menschlich und normal ?! Insgesamt ist das Buch zudem umständlich zu lesen, da die Fußnoten, die auf jeder Seite zu finden sind, häufig mehr Platz einnehmen als der eigentliche Text. Trotzdem noch 3 Sterne für den interessanten Ansatz.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Versuch 1. November 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Es ist doch immer wieder schön, Bücher über das Thema SS zulesen, die in der Hauptsache aus den bekannten Standartwerken zusammengestückelt sind! Das vorliegende Buch zählt zu den schlechtesten seiner Art und das Literaturverzeichnis am Ende des Buches spricht Bände! Fr. Schwarz hat es auf 283 Seiten noch nicht einmal geschafft, sich mit den ,,Ehefrauen in der SS-Gemeinschaft'' ( Dem Untertitel des Buches) zusammen zusetzen und diese zu befragen! Ich denke, ein paar Zeitzeuginen zu dem Buchthema wird es wohl noch geben! Das Buch ist ein mehr als schwacher Versuch, das Thema zubeleuchten.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich möchte als ,,Fachfrau'' zwei von vielen sachlichen Fehlern in dem vorliegendem Werk aufzeigen:

1. auf Seite 88, Fußnote 15 wird berichtet: (...Was nach dem Krieg aus ihm wurde, ist nicht bekannt...) Gemeint ist damit Prinz Stephan zu Schaumburg-Lippe und was nach dem Krieg aus ihm geworden ist, ist eigendlich sehr wohl bekannt, anscheinend aber nicht der Fr. Schwarz! Eine Recherche zu diesem Punkt hat also nicht statt gefunden!

2. auf Seite 215 wird über das Todesdatum von Lina Heydrich berichtet: (... Sie starb in den achtziger Jahren (das genaue Datum ist nicht bekannt) in ihrem Haus auf Fehmarn.)HistorikerInnen sollten eigentlich schon wissen, das Fr. Heyrich am 14. 8. 1985 gestorben ist. Auch in diesem Punkt hat eine Recherche also nicht stattgefunden!

Und so ist fast alles in dem vorliegenden Werk ohne eigene Recherche und ohne Prüfung der sachlichen Richtigkeit von Fr. Schwarz aus anderen Werken übernommen worden - eine Arbeit, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, ist das vorliegende Buch somit nicht!

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