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Produktinformation
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Die Soziologin Gudrun Schwarz hat beispielhaft Lebensläufe von SS-Ehefrauen untersucht und schildert einen durch die NS-Ideologie geprägten Familienalltag, der den Mann emotional entlasten sollte. Viele Ehefrauen waren nicht nur Mitwisserinnen der Taten ihrer Männer, sondern aktive Komplizinnen und Mittäterinnen. Sie besuchten ihren Mann am Einsatzort oder wohnten jahrelang in den Siedlungen am Rande der Konzentrationslager, wo sie ihre Kinder aufzogen, Feste feierten, den »Arbeitsplatz« ihrer Männer besichtigten und sich auf die ihnen verheißene Rolle der neuen Herrscherinnen im Osten vorbereiteten - eine psychologisch nicht zu unterschätzende Kompensation für die geforderte Folgsamkeit und Unterwürfigkeit in der Ehe.
Gudrun Schwarz führt ein Amalgam rassistischer Dispositionen, sozialen Ehrgeizes, wirtschaftlichen Strebens und autoritärer Charakterstrukturen vor, das es am Ende einigen der beteiligten Frauen sogar möglich machte, Auschwitz als eine »Idylle« zu bezeichnen.
»Eine Frau an seiner Seite« ist ein Beitrag zur Demontage des Bildes der Frau als Opfer der Verhältnisse, das sich - getragen von Forschung, Justiz und Politik - in der deutschen Nachkriegsgesellschaft etablieren konnte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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1. auf Seite 88, Fußnote 15 wird berichtet: (...Was nach dem Krieg aus ihm wurde, ist nicht bekannt...) Gemeint ist damit Prinz Stephan zu Schaumburg-Lippe und was nach dem Krieg aus ihm geworden ist, ist eigendlich sehr wohl bekannt, anscheinend aber nicht der Fr. Schwarz! Eine Recherche zu diesem Punkt hat also nicht statt gefunden!
2. auf Seite 215 wird über das Todesdatum von Lina Heydrich berichtet: (... Sie starb in den achtziger Jahren (das genaue Datum ist nicht bekannt) in ihrem Haus auf Fehmarn.)HistorikerInnen sollten eigentlich schon wissen, das Fr. Heyrich am 14. 8. 1985 gestorben ist. Auch in diesem Punkt hat eine Recherche also nicht stattgefunden!
Und so ist fast alles in dem vorliegenden Werk ohne eigene Recherche und ohne Prüfung der sachlichen Richtigkeit von Fr. Schwarz aus anderen Werken übernommen worden - eine Arbeit, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, ist das vorliegende Buch somit nicht!
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