Selten lese ich ein Buch nicht bis zum Ende durch. Bei diesem war es aber mal wieder so weit. Was hatte ich erwartet? Eigentlich eine Erinnerung eines Menschen an seine (verlorene) Heimat, die ihn einfach nicht loslässt und er sie deshalb jetzt schriftlich festhält. Bei diesem recht schmalen Buch mit seinen gerade mal 110 beschriebenen Seiten kam mir aber schnell der Gedanke, dass hier jemand versucht, mit seiner Vergangenheit einfach noch ein paar Euro zu verdienen. Ein aus meiner Sicht recht langweilig geschriebenes Buch, das zudem auch nicht in der Ich-Position geschrieben ist. So schreibt sie beispielsweise über sich: "Sobald Mucke allein ist, dreht sie sich auf den Bauch. Sie hätte gerne Flügel, auch wenn ihr Rücken davon krumm wird..." (Mucke soll wohl ihr Name sein). Und hier noch ein Beispiel für die fesselnde Schreibweise: "Vorsicht, gehen Sie nicht nahe heran! warnen die Kinder, in der Tausendjährigen ist ein Hornissennest. Das stimmt, sieben Stiche töten einen Erwachsenen. Eine richtige Plage sind die Ferienkinder; die hat man den ganzen Tag auf dem Hals. Seid nett, seid nett, ja, ja. Sie kennen keine richtigen Spiele und natürlich auch nicht die Geheimsprache. Ritado finema koreda? Keine Ahnung haben sie." Gääääähn! Und diese zusammenhanglosen Sätze findet man immer und immer wieder. Also mich hat dieses Buch mehr als enttäuscht.