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Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends [Gebundene Ausgabe]

Josef H. Reichholf
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

14. März 2007
Tausend Jahre - eine Spanne, die das Leben zweier Eichen oder ein Zehntel der Nacheiszeit umfasst - sind ein Wimpernschlag der Erdgeschichte.
Veränderungen in der Natur vollziehen sich in ganz anderen Zeiträumen als die Geschichte des Menschen. Josef H. Reichholf blickt aus ökologischer Sicht zurück auf das letzte Jahrtausend und untersucht die Wechselwirkung von Naturgeschichte und Geschichte, insbesondere den Klimaverlauf mit seinen ökologischen, wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Konsequenzen. Dabei geht es ihm stets um die Zukunft. Denn diese entwickelt sich nicht nur aus der Gegenwart, sondern sie ist Teil eines viel größeren Zeitstroms, der weit in die Vergangenheit zurückreicht. Was können wir aus der Vergangenheit bei der Bewältigung von Zukunftsproblemen lernen? Werden uns Wetter und Klima bald dafür bestrafen, dass wir zu weit gegangen sind bei unseren Eingriffen in die Natur? Josef H. Reichholf gibt realistische Einschätzungen unserer Lage und hilft uns so, die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Fischer; Auflage: 6., Aufl. (14. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100629426
  • ISBN-13: 978-3100629425
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 205.077 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Werbetext

»Eine Jahrtausendbilanz des globalen Klimas.« Die Welt -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Joseph H. Reichholf, geb. 1945 in Aigen am Inn. Der Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe lehrt als Professor Naturschutz an der Technischen Universität München und leitet die Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung in München. Reichholf ist unter anderem Präsidiumsmitglied des deutschen WWF. 2007 wurde er mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet.


Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
57 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Aspekte- leider etwas unsortiert 17. Februar 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Josef Reichholf, Professor für Zoologie, bringt mit dem vorliegenden Buch völlig neue Aspekte in die Klimadiskussion: das Mikroklima von Ökosystemen und historische Verbreitung von Indikatorlebewesen (v.a. Vögel).

Dabei werden die anderswo publizierten abstrusen Blüten der gängigen Klima-Apokalypsen ("die Biosphäre wird sich nicht anpassen können") gründlich widerlegt:
Wenn es überhaupt zu einem Niedergang der Biodiversität kommt, dann vor allem durch eines: direkte Rodung zur Schaffung von intensiver landwirtschaftlicher Nutzfläche. Denn nirgendwo ist die Artenvielfalt so gering wie in Feld & Flur. Die natürlichsten Verhältnisse findet man demnach dort, wo Landwirtschaft viel zu gefährlich ist:
- auf Truppenübungsplätzen (in Mitteleuropa)
- im Tsetse-Gürtel (in den Tropen)

Ausserdem: Der direkte Einfluss eines noch so großen globalen Temperaturanstiegs hinkt deutlich hinter den Einflüssen des Mikroklimas hinterher. Wieder einmal zwei Beispiele aus der Landwirtschaft:
1) nach Rodung großer Flächen im Amazonasgebiet steigen die lokalen Tageshöchsttemperaturen um bis zu zehn Grad an, da der durch den Regenwald zuvor zurückgehaltene regulierende Feuchtigkeitsmantel verschwunden ist.
2) umgekehrt verhält es sich durch die Intensivierung der Landwirtschaft in Mitteleuropa: durch dichteren Bodenbewuchs sinken direkt an der Erdoberfläche die Temperaturen, so dass sich u.a wieder Arten ansiedeln, die man eher mit einer Abkühlung (und nicht Erwärmung!) assoziieren würde.

Und bei allem gilt: Veränderung ist der Biosphäre gleichgültig. Denn ein Gleichgewicht, wie es das Wort "Naturhaushalt" implizieren mag, hat es nie wirklich gegeben (ausser kurzfristig auf isolierten Inseln, deren Flora und Fauna dann bei Ankunft von Eindringlingen leicht hinweggefegt wurde). In Wirklichkeit stolpern wir von einem Ungleichgewicht ins nächste. Eine Wertung wie "besser" oder "schlechter" impliziert immer den (Eigen-)Nutzen des Menschen.

Neben vielem Interessanten hat das Buch aber auch ein paar Schwächen:
- die gesamte Historie mit seinen Zusammenhängen von Aufstieg & Fall von historischen Kulturen ist insgesamt zu vage und reichlich unsortiert.
(Eine geglücktere Darstellung zu diesem Aspekt wäre m.E. das Buch von Wolfgang Behringer "Kulturgeschichte des Klimas")
- schon in der ersten Hälfte des Buches kommen immer wieder Seitenhiebe auf ausweichendes Methan & Co2, aber eine Zusammenfassung zur CO2-Diskussion fehlt. Wird diese als bekannt vorausgesetzt? Oder ist sie zu abgedroschen um diskussionswürdig zu sein? Für den informierten Leser ist dies verschmerzlich, für den Neueinsteiger jedoch sicherlich verwirrend.
- auch stilistisch könnte man etwas verbessern: viele Sätze sind zu verschachtelt und dadurch schwer erfassbar.
- bei der Diskussion um die Regenwaldabholzung (Abb.27 und Text dazu) gibt es einige Rechenfehler: die spezifischen Werte für Brasilien und Indonesien sind um den Faktor 10 zu hoch. Damit müßten einige Aussagen (vgl. mit Bev-Wachstum) nachjustiert werden, aber insgesamt ändert sich nur wenig.

Aufgrund der Schwächen war ich versucht, nur drei Sterne zu vergeben. Da man aber nach den etwas diffusen Passagen immer wieder durch originelle und scharfsinnige Abschnitte versöhnt wird, gebe ich doch vier Sterne.
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73 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer wieder überraschend: die Natur 28. März 2007
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Reichholf gelingt es, in einer sehr gut verständlichen Sprache und Gedankenführung einen Streifzug durch die Naturgeschichte des letzen Jahrtausends vorzulegen. Sein Schwerpunkt liegt auf Europa, aber er wendet den Blick auch immer wieder auf die gesamte "globalisierte" Welt. Die Fakten und Entwicklungen, die er aufzeigt und ausführlich darlegt und begründet, sind immer wieder überraschend: das mediterrane Mittelalter, der von Lachsen überquellende Rhein, die schmelzenden und sich wieder aufbauenden Gletscher der Alpen - alles zeigt deutlich, wie sehr die Natur, das Klima, die Erde insgesamt in einer andauernden Veränderung begriffen sind. Es gibt keinen festen Normal-Status, keinen Stillstand, sondern nur eine ständige Änderung, Anpassung der Lebenswelten, Zunehmen, Abnehmen, Weichen und Wachsen.

Reichholfs Blick zurück lehrt die Gegenwart besser zu verstehen und auch die Zukunft gelassener einzuschätzen. Statt der verbreiteten Katastrophen-Hysterie ("Klimakatastrophe") ist der Blick zurück in die Vergangenheit der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende sehr lehrreich. Er zeigt, welche Veränderungen unsere Erde und der Lebensraum in Mitteleuropa durchgemacht haben, welchen Herausforderungen Pflanzen, Tiere und Menschen immer wieder gegenüberstanden und wie die Kulturgeschichte nicht ohne die Naturgeschichte verständlich ist.

Das Buch ist sehr lesenswert, wirklich bedenkenswert und äußerst empfehlenswert!
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch EINE KURZE NATURGESCHICHTE DES LETZTEN JAHRTAUSENDS von Josef H. Reichholf gibt einen interessanten und spannenden Überblick und Einblick in die letzten 1.000 Jahre europäischer Geschichte mit allen Auswirkungen und Ausläufern nach WEST und OST. Spannend, informativ und teils mit sehr feinen Spitzen versehen, lässt sich das Buch gut lesen und erweitert den Horizont.

Eine echte Naturgeschichte ist das vorliegende Buch nicht, auch das Cover weicht ein wenig von dem ab, was man dann im Buch an Informationen vorfinden wird. Sicherlich informiert es eines Teils auf ökologischer Basis und mittels Untersuchungen, doch andern Teils ist dieses Buch auch gespickt mit politischen Aussagen zu Abläufen und historischen Begebenheiten - es ist also mehr als nur eine NATURGESCHICHTE.

Trotzdem spannend, informativ und durchaus lesenswert. Viele der kleinen Anmerkungen und Hinweise kannte ich persönlich gar nicht, deshalb machte es mir viel Spaß darin zu lesen.

Auf das wir alle auch noch die nächsten 1.000 Jahre erleben mögen, obwohl diese Zeitspanne für die Natur nur ein Augenzwinkern ist.

Der Mensch sollte sich nicht immer so wichtig nehmen im Ökosystem, denn wir müssen auf dieser Erde leben, nicht die Erde mit uns...

Empfehlenswert!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Lohnenswert
Ein Buch ,das eine neue ungewohnte Sicht der Dinge ermöglicht .Auf einmal erscheint die Geschichte des Mittelalters ganz anders aber verständlicher. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Tagen von gm veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super interessant !
Eine wirklich lesenswertes Buch, dass man allen Klima Hysterikern schenken sollte. Der Autor Josef Reichhoff, ein anerkannter Wissenschaftler für Klimaforschung erklärt... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Bette Davis veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Naturgeschichte
Ich habe überhaupt keine Beanstandungen bei diesem Produkt. Die Lieferung erfolgte schnell und die gute Qualität lies keine Wünsche offen! Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Heiko veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Lesebuch der Naturgeschichte
Als Reichholf-Fan habe ich mir natürlich auch die "kurze Naturgeschichte" zugelegt. Wie immer war ich ob der Wissensfülle und der Qualität seines Schreibens sehr... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Peter veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Viel Wissenswertes, aber keine klare Linie
Das Buch ist reich an Informationen über die Naturphänomene der letzten tausend Jahre in Europa und Übersee und scheut vor mutigen Schlussfolgerungen, z.B. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2011 von tim4812
5.0 von 5 Sternen Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends
Endlich mal wieder eine objektive Lektüre, die bei der Diskussion über den Klimawandel über den Tellerrand zu schauen vermag. Unglaublich wissenswert! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juni 2010 von Manfred Horst
4.0 von 5 Sternen Endlich werden Fragen beantwortet
die die CO2-Propheten allerorten nie beantworteten.
Sachkundig und umfassend werden allgemeinverständlich Zusammenhänge erklärt wie sonst nirgendwo. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2009 von season01
5.0 von 5 Sternen unaufgeregt mit Überblick
Wie beruhigend, wenn ein Autor mit großer Sachkenntnis die Hysterie um den zweifellos stattfindenden Klimawandel ad absurdum führt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2009 von Juan
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch bringt dem Leser auf sachliche Art und Weise den...
Klimaveränderungen entwickeln sich nicht in zeitlichen Dimensionen von Menschenleben. So kommt es, dass wir Menschen der Illusion erliegen, das Klima sei eine Konstante. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2009 von Dr. Martin Völckers
5.0 von 5 Sternen Klima und Krieg
Geschichte und Naturgeschichte, Kultur und Klima. - Dass sie zusammenhängen, ist irgendwie klar. Aber die Schule brachte sie als einzelne Blöcke. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2009 von westerlitter
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