Bei einem Gang durch das Haus plaudert Bill Bryson in seinem gewohnt augenzwinkernden Stil über die kleinen Geschichten hinter den Dingen, mit denen wir leben. Seine geschichtlichen Ausführungen können bis in die Antike zurückgehen, als noch weite Teile Europas von den Römern beherrscht und geprägt wurden. Und vieles, das die Römer mitbrachten, wird auch heute noch verwendet, manchmal in modernisierter Form. Andere Dinge kamen dagegen im Mittelalter oder der frühen Neuzeit auf. Oder wurden aus Amerika importiert und in unseren Alltag integriert. Die Wissensschnipsel ergeben ein spannendes Bild, wie präsent doch der Einfluss vergangener Zeiten ist, ohne dass uns dies bewusst ist.
Bryson stellt auch dar, wie sich Alltagsdinge im Laufe der Zeit verändert und in der Regel verbessert haben. So lag z.B. so manche "Schwindsucht"-Erkrankung feiner Damen wohl an den Arsen-haltigen Tapeten - kein Wunder, dass ein Landaufenthalt in einem Cottage mit Steinwänden so eine erfreuliche Besserung brachte!
Erst im 19. JH setzte sich durch, dass man bei Rezepten konkrete Maßangaben machte, vorher kochte und backte jeder nach "Pi mal Daumen" und Erfahrung und so fand es sich auch in Anleitungen für Hausfrauen: "Nehmen Sie etwas Butter."
Das ganze ergänzt Bryson durch geschichtliche Anekdoten, wie z.B. dass Hummer früher ein Arme-Leute-Essen war, das gern dem Personal vorgesetzt wurde.
Amüsante, flotte Lektüre, bei der man doch so manches Wissenswerte aufpicken wird.