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Eine italienische Liebe: Roman
 
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Eine italienische Liebe: Roman [Taschenbuch]

Philippe Besson , Caroline Vollmann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Die Geliebten des Toten - Philippe Besson: «Eine italienische Liebe» Marketing bedeutet – fast – alles, auch im Literaturbetrieb; und darum heisst der 1967 geborene Franzose Philippe Besson, studierter Jurist und Autor von fünf Romanen (einer davon verfilmt durch Patrice Chéreau), in den entflammten Kritiken seiner Landsleute nun bereits, zum Beispiel, «der neue Modiano». Seine Bücher werden übersetzt in unzählige Sprachen. Auf Deutsch erschien kürzlich «Eine italienische Liebe». Die Lektüre spornt nicht zwingend an zur Vertiefung der Werkkenntnis; weshalb der genauere Vergleich mit Modiano an dieser Stelle ausbleiben muss, dessen seit Jahrzehnten still und beharrlich vorangetriebene Erinnerungsarbeit man wohl besser aus dem Spiel lässt in Anbetracht von Bessons dünnem Kitschromänchen. «Un garçon italien», so der Originaltitel des in Frankreich 2003 erschienenen und seither 50 000-mal verkauften Opuskels, walzt die Lovestorys des 29-jährigen Luca aus, der eines schönen Septembermorgens im Arno ertrunken aufgefunden wird, was ihn nicht daran hindert, seinen erzählerischen Teil beizusteuern. Er berichtet, wie man sich so fühlt als Verwesender, an dem erst die Autopsie, dann die Einbalsamierung vollzogen wird; später beschreibt er die Fresken in der Brancacci-Kapelle, wo er – «mein Kopf ruht auf einem Seidenkissen» – aufgebahrt wartet. Nach dem Begräbnis plappert er munter weiter unter der Erde, immer im gleichen wohlerzogenen Schulbuchstil. Um Spannung herzustellen, schiebt er die näheren Umstände seines Todes geheimniskrämerisch bis zur letzten Seite hinaus. Unterdessen ergreifen, hübsch sich abwechselnd, auch Anna und Leo das Wort. Anna, eine junge Florentinerin, war Lucas Freundin; sie lernte ihn kennen, als er in den Boboli-Gärten Dante las («wahrscheinlich ein Student der Literaturwissenschaft»). Ausser Dante interessierte ihn Fussball; zu Verabredungen kam er immer verspätet, und Geburtstage vergass er prinzipiell. Ein cooler Typ offenbar. Er verschwieg Anna den Strichjungen Leo; dieser seinerseits schildert Luca als einen «Christus, der sich in einen Film von Pasolini verirrt haben könnte». Grosse Liebe auch hier; es kommt, wie es kommen muss: Anna erfährt, dass es in Lucas Leben Leo gab, und fühlt sich hintergangen. Wahrlich: Nicht jede Kurznotiz aus den Vermischten Meldungen findet den Weg in die Literatur. Aus dieser wurde bloss parfümierter Schund. Barbara Villiger Heilig

Pressestimmen

»›Eine italienische Liebe‹ ist ein unanfechtbarer Roman, man kann ihn von allen Seiten betrachten, nicht die kleinste Schwäche ... Perfekt.«
Libération

»Die Romane von Philippe Besson setzen das Glück in Klammern. Die letzten Zeilen von ›Eine italienische Liebe‹ über die Umstände des Todes von Luca Salieri sind hervorragend: Ernst und Leichtigkeit untrennbar ineinander verwoben.«
Magazine littéraire

»Das Mysterium, das Doppelleben [...] Wieder einmal ist Philippe Besson ein Glanzstück gelungen. Die Schreibweise ist feinsinnig, präzise, ausgearbeitet bis zur Obsession. Eine überaus gekonnte und schockierende Reflexion über die Einsamkeit, die aus dem Anderssein erwächst [...] Ein bitterer und kraftvoller Roman, unbedingt lesen!«
L'Express

»Sein Talent entfaltet sich in der leisen Melodie, die er erklingen läßt. Der fest umschlossene Raum, die Feinsinnigkeit der Gefühle, die Genauigkeit der Worte, die Präzision in der Beschreibung der Personen ... nichts ist dem Zufall überlassen oder dem Mittelmaß preisgegeben. Ein Buch, süffig wie ein guter Chianti ...«
Paris Match

»Eine Kriminalgeschichte, die sich als eine ungewöhnliche, spannende Liebesgeschichte entpuppt, voller Hintersinn, Nachdneklichkeiten und Reflexionen über das Leben, über Moral und Doppelmoral in unserer Welt, über Sexualität und gewollte und ungewollte Einsamkeit.«
buechervielfrass.de

»In einem guten Kriminalroman steht am Beginn der Handlung der Leichenfund. So auch in diesem Buch. (...) Philippe Besson versteht sein Handwerk. Mit viel psychologischen Feingefühl analysiert er die Gedankenwelt der handelnden Personen. Ein spannender Roman.«
Hans Peter Kauder, Bücherschau

Kurzbeschreibung

Eine Liebesgeschichte der besonderen Art mit einem gehörigen Sinn für Absurdes und Groteskes, die leichtfüßig wie ein französischer Film von Grenzüberschreitungen der Sexualität, von Einsamkeit, vom Leben selbst erzählt.

Die stilistisch elegante, psychologisch feinsinnige, originell komponierte und teilweise durchaus schalkhaft erzählte Geschichte einer Liebesbeziehung, deren Dreieckskonstellation erst posthum ans Licht kommt und wie selbstverständlich den Rahmen bietet für Reflexionen über die großen Themen der Literatur: Leben und Tod, Zeitlichkeit und Zeitlosigkeit, die Nähe von Glück und Unglück, körperliche und emotionale Liebe, Eigen- und Fremdwahrnehmung, Sinn und Sinnlosigkeit von Worten, Moral und Doppelmoral, Leben und Doppelleben ...

Der Roman wird in fragmentarischen und alternierend angeordneten Sequenzen aus der jeweiligen Ich-Perspektive seiner drei Hauptfiguren Luca, Anna und Léo erzählt. Dabei besteht eine eigenwillige und humorvolle Besonderheit darin, dass Luca, unmittelbar bevor er zum ersten Mal das Wort ergreift, verstorben ist – ertrunken im Arno, in Florenz. Die Geschichte wird also durch einen Toten – der sukzessive vom Stadium der Totenstarre in das der Verwesung übergeht –, seiner Lebensgefährtin und seinem Geliebten, einem Bahnhofsstricher, erzählt. Bald steht die Frage nach der Ursache von Lucas Tod im Mittelpunkt. Weiß Anna wirklich alles über ihn, und was verbirgt sich hinter dem schönen Gesicht von Léo? Warum und gegen wen ermittelt Inspektor Tonello? Gibt es ein Geheimnis um Luca?

Der Verlag über das Buch

»›Eine italienische Liebe‹ ist ein unanfechtbarer Roman, man kann ihn von allen Seiten betrachten, nicht die kleinste Schwäche ... Perfekt.« Libération

»Die Romane von Philippe Besson setzen das Glück in Klammern. Die letzten Zeilen von ›Eine italienische Liebe‹ über die Umstände des Todes von Luca Salieri sind hervorragend: Ernst und Leichtigkeit untrennbar ineinander verwoben.« Magazine littéraire

»Das Mysterium, das Doppelleben [...] Wieder einmal ist Philippe Besson ein Glanzstück gelungen. Die Schreibweise ist feinsinnig, präzise, ausgearbeitet bis zur Obsession. Eine überaus gekonnte und schockierende Reflexion über die Einsamkeit, die aus dem Anderssein erwächst [...] Ein bitterer und kraftvoller Roman, unbedingt lesen!« L'Express

»Sein Talent entfaltet sich in der leisen Melodie, die er erklingen läßt. Der fest umschlossene Raum, die Feinsinnigkeit der Gefühle, die Genauigkeit der Worte, die Präzision in der Beschreibung der Personen ... nichts ist dem Zufall überlassen oder dem Mittelmaß preisgegeben. Ein Buch, süffig wie ein guter Chianti ...« Paris Match

»Eine Kriminalgeschichte, die sich als eine ungewöhnliche, spannende Liebesgeschichte entpuppt, voller Hintersinn, Nachdneklichkeiten und Reflexionen über das Leben, über Moral und Doppelmoral in unserer Welt, über Sexualität und gewollte und ungewollte Einsamkeit.« buechervielfrass.de

»In einem guten Kriminalroman steht am Beginn der Handlung der Leichenfund. So auch in diesem Buch. (...) Philippe Besson versteht sein Handwerk. Mit viel psychologischen Feingefühl analysiert er die Gedankenwelt der handelnden Personen. Ein spannender Roman.« Hans Peter Kauder in ›Bücherschau‹

Über den Autor

Philippe Besson , geboren 1967 in Barbezieux, lebt seit 1989 in Paris, wo er zunächst als Jurist arbeitete. 1999 begann er an seinem ersten Roman »Zeit der Abwesenheit« zu schreiben, der Anfang 2001 in Frankreich erschien. Weiter erschienen im Herbst 2001 »Sein Bruder« (verfilmt von Patrice Chéreau) sowie im Herbst 2002 der dritte Roman »L'arrière saison«, für den er im März 2003 den Grand Prix RTL-Lire erhielt.
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