Nach dem großen Roman "Der Seidenfächer" freute ich mich auf das Lesen des Romans "Eine himmlische Liebe".
Bevor Mudan, ein Mädchen aus reichem Haus, verheiratet werden soll, läßt ihr Vater eine Oper über mehrere Tage in seinem Haus aufführen, in dem es um die unerfüllte, tragische Liebe eines jungen Mädchens geht. Mudan ist von der Oper so fasziniert, dass sie sich immer mehr in die Welt der Oper flüchtet. Zufällig lernt sie einen Besucher des Hauses flüchtig kennen, in den sie sich verliebt, ohne zu wissen, dass es sich bei dem Mann um ihren künfitgen Ehemann handelt.
Eingesperrt in ihrem Zimmer und ohne Kontakt zur Außenwelt, schreibt sie Liebesgedichte, formuliert Passagen der Oper um und schwelgt im Rausch einer unerfüllten Liebe. Dabei aber vergißt sie zu essen und....stirbt.
Als Geist verfolgt sie nun das Leben ihrer Familie und Freunde und greift schließlich ein, indem sie für ihren angedachten Mann eine Ehefrau findet und dieser in allen Lebenslagen hilft.
Ein tiefes Durchatmen!
Interessantes Thema, sehr gut geschrieben, doch vieles wirkt einfach befremdlich!
Die Geistgeschichten, das Handeln von Mudan als Geist und die chinesischen Mythen und Sagen über Geisten, den Blutsee, ....alles ein Tick zuviel des Guten.
Irgendwann wirkt das Buch langatmig und die Geschichte erstickt in poesievollen Berichten.
Kein Vergleich zum Seidenfächer!
Absolut lesenswert, aber kein Muß!