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Eine gute Partie Gebundene Ausgabe – Oktober 1999

4.4 von 5 Sternen 22 Kundenrezensionen

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Gebundene Ausgabe, Oktober 1999
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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Vikram Seth wurde 1952 in Kalkutta geboren. Seine Mutter war die erste Richterin an Indiens Oberstem Gerichtshof. Vikram Seth studierte in Oxford und Stanford. In Kalifornien entstand sein Versroman »The Golden Gate«, seine Reise von China nach Indien durch das Himalaya hielt er in »Tianchi« fest. Für seinen Weltbestseller »Eine gute Partie« reiste er zwei Jahre lang durch die Städte und Dörfer Indiens. »Zwei Leben« stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Anette Grube, geboren 1954, lebt in Berlin. Sie ist die Übersetzerin von Arundhati Roy, Vikram Seth, Mordecai Richler, Kate Atkinson, Monica Ali, Manil Suri, Richard Yates u.a. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Ich meine es ernst! Nachdem ich sich die ersten 300 Seiten etwas hinzogen, wollte ich das Buch auf den restlichen knapp 1700 Seiten nicht mehr weglegen. Es zeichnet nicht nur ein Bild Indiens in der Zeit nach der Teilung, sondern auch ein vielschichtiges Familienporträt, das - hoffentlich - ein wenig den indischen Charakter wiederspiegelt. Wer sich gerne in Büchern verliert, ist hier bestens bedient.
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Format: Taschenbuch
Unglaublch aber wahr: in diesem Buch wird über 2.000 Seiten sehr interessant, abwechslungsreich, unterhaltsam und informativ die Zeit nach der Trennung Indien/Pakistan beschrieben. Man erfährt jede Menge über die damalige politische Situation, über das Leben und die Mentalität der Inder. Verpackt ist das Ganze in die "Ehefindungsgeschichte" einer der Hauptpersonen. Das Buch ist aufgeteilt in 20 Kapitel, die sich mehr oder weniger abwechselnden Themen widmen, ohne jedoch den Handlungsfaden zu vernachlässigen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das beste Argument, das ich nennen kann: ich kam zu keinem Moment auf die Idee, das Buch erst Mal zur Seite zu legen, und vielleicht etwas anderes zu lesen!
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Format: Taschenbuch
Seth entwirft ein athmosphärisch dichtes Bild der indischen Gesellschaft mit viel Liebe zum Detail und ausgezeichneter Sachkenntnis. Siedelt er die kurze Zeitspanne aus dem Leben seiner Protagonistin und ihres Umfelds zwar in den frühen 50er Jahren an, so ist doch unverkennbar, dass er gleichwohl ein Bild zeichnet, das sehr anschaulich und gelegentlich auch ironisch die Lebensrealität der indischen 'upper middle class' heutiger Tage und die noch immer ungelösten Probleme der 'größten Demokratie der Erde' widerspiegelt. Seinen Landsleuten gibt Seth das Bild einer jungen indischen Frau mit auf den Weg, wie es auch im beginnenden 21. Jahrhundert noch lange nicht selbstverständlich ist. Das Buch ist jedem zu empfehlen, ganz besonders aber allen, die eine Reise nach Indien planen. Schade, dass es nur rund 1600 Seiten hat.
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Von Ein Kunde am 4. März 2003
Format: Taschenbuch
Vikram Seths Roman „Eine gute Partie" ist ein unterhaltsamer Wälzer von 1998 Seiten und das benennt auch schon seine Stärke und Schwäche, denn im Gegensatz zu anderen indischen Autoren, wie Rohinton Mistry oder Manil Suri macht er nicht nachdenklich sondern unterhält mit einem liebevollen Ratequiz vom Typ: Wen erwählt das Mädel zum Gemahl ? Wer gewinnt die nächste Wahl? . Wo immer tragische Konflikte und unentrinnbare Emotionen gezeichnet werden, bleibt der Roman seltsam oberflächlich und weicht rasch auf andere Themen aus. Die Unterhaltsamkeit der lustigen Passagen entschädigt jedoch weitgehend für die mangelnden psychologischen Feinheiten. Ich habe einige Male herzlich gelacht und kann das Buch allen empfehlen, die bei nicht zu schwerer Lektüre Trost finden wollen für ihre eigenen komplizierten und absolut unidyllischen Familien. Denn das wird hier eindrucksvoll gezeigt, dass die Familie ein schwieriger Ort ist. Gibt es sie, so hemmt sie, beeinflusst schamlos, erpresst und verdirbt bisweilen die schönsten Augenblicke. Gibt es sie nicht, so fehlt das selbstverständliche Netz an sozialen Kontakten, Ratschlägen, Vergnügungen, Annehmlichkeiten und Unterstützungen. Zum Schluss sei noch angemerkt, dass beim Glossar der indischen Wörter die Lautschrift fehlt und man sich nie sicher ist, wie ein Wort ausgesprochen wird, und dass ruhig eine Doppelseite mit dem wichtigsten politischen Personal in Entsprechung zur Familienübersicht nicht schlecht wäre.
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Format: Taschenbuch
Im Schatten Salman Rushdies finden immer mehr Autoren aus dem indischen Subkontinent begeisterte Leserschaft in Europa und Amerika, was nicht nur daran liegt, dass viele von ihnen in englischer Sprache schreiben, sondern vor allem auch daran, dass sie ihr Handwerk meisterhaft verstehen. Nach Arundathi Roy ("Der Gott der kleinen Dinge") und Rohinton Mistry ("Das Gleichgewicht der Welt") schafft das nun auch Vikram Seth mit seinen Romanen, allen voran mit "Eine gute Partie".
Seth erzählt darin die Geschichte mehrerer miteinander durch Heirat und Freundschaft verbundener indischer Familien kurz nach der Teilung (Abspaltung Pakistans), also inmitten großer gesellschaftlicher Umbrüche und politischer Unruhen, eine Art indischer "Forsyte Saga" also. Aber so gut Seth es auch versteht, die politischen und religiösen Hintergründe in seinem Roman zu entfalten, so'bleibt er zugleich dennoch immer auf interessante Weise an den Figuren seines breit angelegten Erzählstromes.
Im Zentrum steht die junge Lata Mehra, die von ihrer Mutter verheiratet werden soll. Also ist alles auf der Suche nach einem "suitable boy" (so der Originaltitel), eben der sprichwörtlichen "guten Partie". Mehrere Bewerber erscheinen auf der Bildfläche, und der Leser zittert bis zum Schluss: Wird der Roman so enden, wie er begonnen hat, mit einer Hochzeit? Und wenn ja, wen nimmt Lata zuletzt?
Eines ist sicher: Langweilig wird einem auf den nahezu 1200 Seiten jedenfalls nicht!
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Von euripides50 TOP 500 REZENSENT am 16. November 2002
Format: Taschenbuch
Groß und unermeßlich wie der indische Volkskörper mit seiner Milliardenbevölkerung ist auch die indische Literatur. Wer daran nach Naipaul, Rushdie und Roy noch zweifelte, sollte das vorliegende Buch lesen, eine Indien-Saga auf tausend Seiten, von der keine einzige langweilig ist. Leben, Lieben und Leiden im Kunststaat "Purdah Pradesch", hinter dem sich Indiens größter Budesstaat Uttar Pradesch verbirgt, werden durch das Prisma einer vielfach verschlungenen Familiengeschichte der Medras, der Kapors und der Khans mit einem Feuerwerk an Handlungswendungen, Kuriositäten und Spannungsbögen verdeutlicht, dass es eine reine Freude ist. Hundert Fäden spinnt der Autor im Kosmos seiner Geschichten, Dutzende Charaktere entstehen und verschwinden im Laufe der Handlung, ohen dass Seth je die Übersicht verlöre oder oder den Leser verwirrte. Höhepunkt des Buches ist die Beschreibung der Großen Wallfahrt der Millionen, eine literarische Verarbeitung der vorletzten Kumbh Mela von Allahabad, die zum Besten gehört, was je über Indien geschrieben wurde. Alles in allem: ein geradezu erstaunliches Buch, bei dem man gar nicht glauben möchte, dass sein Autor noch so jung ist, ein Meisterwerk, das nicht weniger ist als das Portrait eines ganzen Subkontinentes.Sein einziger Nachteil: In den 55 Tagen, die eine Kumbh Mela dauert, bekommt man das Buch unmöglich ausgelesen.
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