Pressestimmen
»Braese legt mit »Eine europäische Sprache« eine ungemein anregende Lektüre vor, die in thematischer Hinsicht einen innovativen Ansatz liefert, die deutsch-jüdische Literatur unter einem transkulturellen Gesichtspunkt neu zu lesen, und die in theoretisch-methodischer Hinsicht das Spannungsfeld von Literatur - Kultur - Geschichte für die deutsch-jüdische Spezifik aufschliesst.« ((Olaf Terpitz, Judaica - Beiträge zum Verstehen de Judentums, Heft 3, September 2010))
Kurzbeschreibung
Über die Herausbildung einer spezifischen deutschen Sprachkultur von Juden am Beispiel von Mendelssohn, Freud, Kafka, Klemperer u.a.
Am Ende des 18. Jahrhunderts entfaltete sich geographisch wie qualitativ eine deutsche Sprachkultur von Juden in Mittel- und Ostmitteleuropa. Die kulturelle Erfahrung des Sprachwechsels vom Jiddischen zum Standarddeutschen, die traditionelle Mehrsprachigkeit der europäischen Juden, ihre Transterritorialität und Transnationalität, eine Sakralisierung der deutschen Sprache und schließlich die Konfrontation mit der Ethnifizierung der Sprachen durch die europäischen Nationalbewegungen des 19. Jahrhunderts begründeten eine deutsche Sprachkultur, die sich von der der Mehrheitsgesellschaft spezifisch unterschied.
An paradigmatischen Konstellationen um herausragende jüdische Schriftsteller und Wissenschaftler des mitteleuropäischen Raums demonstriert Stephan Braese die historisch bedingte Vielfältigkeit der deutschen Sprachkultur von Juden und ihre Bedeutung für die
Im Wallstein Verlag erschienen
Stephan Braese (Hg.): Rechenschaften - Juristischer und literarischer Diskurs in der Auseinandersetzung mit den NS-Massenverbrechen (2004)Entwicklung des Deutschen zur modernen Wissenschaftssprache.