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Eine blaßblaue Frauenschrift: Erzählung Broschiert – 6. Oktober 2011


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Produktinformation

  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 19 (6. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596293081
  • ISBN-13: 978-3596293087
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 1,7 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.586 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Franz Werfel, 1890 in Prag geboren, veröffentlichte schon 1908 erste Gedichte. 1912 verließ er seine Heimatstadt und arbeitete als Lektor im Leipziger Kurt Wolff Verlag. Während des Ersten Weltkrieges war er Soldat, im Spätsommer 1917 wurde er ins Wiener Kriegspressequartier versetzt. In den 20er und 30er Jahren avancierte Werfel zu einem der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren. 1938 emigrierte er nach Frankreich, 1940 über Spanien in die USA. Dort starb er 1945 in Beverly Hills.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

April im Oktober

Die Post lag auf dem Frühstückstisch. Ein beträchtlicher Stoß von Briefen, denn Leonidas hatte erst vor kurzem seinen fünfzigsten Geburtstag gefeiert und täglich trafen noch immer glückwünschenden Nachzügler ein. Leonidas hieß wirklich Leonidas. Den eben so heroischen wie druckenden Vornamen verdankte er seinem Vater, der ihm als dürftiger Gymnasiallehrer außer diesem Erbteil nur noch die vollzähligen griechischrömischen Klassiker und zehn Jahrgänge der >Tübinger altphilologischen Studien< vermacht hatte. Glücklicherweise ließ sich der feierliche Leonidas leicht in einen schlicht-gebräuchlichen Leo umwandeln. Seine Freunde nannten ihn so und Amelie hatte ihn niemals anders gerufen als Leon. Sie tat es auch jetzt, indem sie mit ihrer dunklen Stimme der zweiten Silbe von Leon eine melodisch langgezogene und erhöhte Note gab.

»Du bist unerträglich beliebt, Leon«, sagte sie. »Wieder mindestens zwölf Gratulationen... «


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

43 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von H., Matthias am 4. März 2006
Format: Broschiert
Leonidas, der „Held“ der Novelle, sitzt zufrieden am Frühstückstisch, als beim Sortieren der Post sein Auge auf die blaßblaue Frauenschrift auf einem Briefumschlag fällt. Schlagartig und mit Erschrecken erinnert er sich an eine vergangene Liebesaffäre und flüchtet mit dem Brief erst einmal auf die Toilette.
Werfel hat eine exemplarische Novelle geschrieben. Im Verlauf des so anfangenden Tages bündeln sich die schicksalhaften Episoden, Entscheidungen und zufälligen Weichenstellungen im Lebenslauf der Hauptfigur. Dabei wirft Werfel einen illusionslosen Blick auf das Innenleben des Protagonisten. Dieser steht vor der Entscheidung, ob er Wahrheit in sein Leben bringen oder ob er in der Lüge verharren will. Die Art und Weise, wie er zu seiner Entscheidung kommt, berührt die grundsätzliche Frage, was der Charakter eines Menschen ist und was ihn ausmacht. Werfel entwirft ein zutiefst skeptisches Menschenbild. Was ein Mensch tut und sagt, ist nicht etwa das Resultat seiner gefestigten Überzeugungen, seiner Persönlichkeit oder seines Charakters. Er erweist sich vielmehr als eine reine Echokammer, aus der solche Worte zu vernehmen sind, wie sie in einer bestimmten, sich mehr oder weniger zufällig entwickelnden Situation eben schicklich oder angemessen erscheinen.
Ein ganz besonderer Vorzug der Novelle liegt dabei darin, wie unaufdringlich diese individuelle Problematik mit der politischen Situation 1936 verknüpft wird. So wird Werfels Text ganz nebenbei eine Studie über das Entstehen des Totalitarismus und die psychologischen Voraussetzungen des Antisemitismus. – Für mich eine der besten Novellen überhaupt.
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dr. Nicole Zoellner am 30. Juni 2003
Format: Broschiert
Manchmal im Sommer ist der Himmel an der Schleswig-Holsteiner Küste blassblau. Hoch, entrückt, unfassbar. Blassblau eben und unaufdringlich Unleugbar. Immer wenn ich diesen Himmel sehe, fällt mir Franz Werfels blassblaue Frauenschrift ein. Ich liebe diese Erzählung.
Sie handelt von Leonidas, der es weit gebracht hat. Mit fünfzig Jahren ist er Sektionschef im Wiener „Ministerium für Kultus und Unterricht" und hat die reichste Erbin der Stadt geheiratet. Am Morgen seines Geburtstags - im Herbst 1936 - stapeln sich die Gratulationsbriefe. Die blassblaue Handschrift einer Frau leuchtet mahnend daraus hervor. Leonidas wird aschfahl.
Der Brief kommt von Vera Wormser, der Frau, mit der er den einzigen echten Rausch der Liebe erfahren hat. Das war vor achtzehn Jahren, kurz nach seiner Heirat. Seitdem leugnet er beharrlich ihre Existenz. Vera Wormser, Jüdin und auf dem Weg ins Exil, bittet Leonidas um Hilfe für einen begabten, jungen Mann, der im nationalsozialistischen Deutschland nicht die Schule beenden darf.
Für einen Tag gerät Leonidas aus dem Gleichgewicht. Sein Leben ist eine gekonnte Inszenierung. Erhaben, nobel und nonchalant sind die Tugenden, die er sich als Anstrich gibt. Er allein weiß um seine innere Unaufrichtigkeit, aber er hat sich gut mit ihr eingerichtet. Ihm wäre wohler ohne Wahrheit, vor allem ohne die Wahrheit, die ihn nun einzuholen scheint. Nichts fürchtet er mehr als den Verlust des Reichtums, den er wie nebenbei genießt. Die angenehme Sattheit, sich keinen Wunsch verwehren zu müssen, steht gegen das Bekenntnis zu seinem Sohn. Denn dafür hält er den jungen Mann. Nach langem Zögern trifft er Vera Wormser und sichert ihr die erbetene Hilfe zu.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Diethelm Thom VINE-PRODUKTTESTER am 9. Februar 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Werfel, Franz, Eine blassblaue Frauenschrift, Novelle, 1941 (SZ-Bibliothek 2008)

Wien, es ist die Zeit des "Anschlusses" Österreichs an Nazi-Deutschland. Leonidas Tachezy heißt der zwielichtige Held in dieser wunderbaren Novelle, der mit seinem Vornamen nur noch eine Parodie auf jenen heldischen Kämpfer der Antike ist, der an den Thermopylen für sein Vaterland fiel, "wie das Gesetz es befahl". Die Forderung des Gesetzes vernimmt dieser Leonidas auch noch, sie lautet, nachdem er unmittelbar nach seiner Heirat mit der schwerreichen Amelie Paradini die schöne Jüdin Vera Wormser verführt und mit einem vermuteten Kind sitzen gelassen hat, sich verantwortlich für sein Tun zu zeigen. Leonidas weiß, dass er "haftbar" ist (45), verdrängt dieses Wissen wegen der "Halbschlächtigkeit seines Herzens" (20) jedoch und richtet es sich lieber als einflussreicher Staatsbeamter und Gatte Amelies, die ihn anhimmelt, in Luxus und Sicherheit ein. Ausgerechnet am symbolischen Wendepunkt des Lebens, am 50.Geburtstag, erreicht ihn ein Brief jener Vera, in der sie ihn um Protektion für einen Gymnasiasten bittet, von dem Leonidas annimmt, dass es sein Sohn ist. Er stellt sich diesem Ruf auch, erfährt aber, dass alles ganz anders ist und dass er wieder eine Chance hat, in seine alte Haut zurückzuschlüpfen. Was er dann tut in dem Wissen, "dass heute ein Angebot zur Rettung an ihn ergangen ist, dunkel, halblaut, unbestimmt, wie alle Angebote dieser Art. Er weiß, dass er daran gescheitert ist. Er weiß, dass ein neues Angebot nicht wieder erfolgen wird." (109).
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