Aus der Amazon.de-Redaktion
Dankenswerterweise belassen es die Autoren nicht dabei, uns die dunkle Seite der Welt in Erinnerung zu zeigen. Sie versuchen immer wieder, und so auch mit diesem Buch, mögliche Auswege aus den Dilemmata auszuleuchten, in denen wir gefangen sind: Und so führt uns Franz Alt in seinem Beitrag auf neue Pfade einer Entwicklungspolitik, die er zugleich völlig zu Recht als Friedenspolitik begreift. Rosi Gollmann skizziert ganz praktisch, wie eine Entwicklungszusammenarbeit funktioniert, der es zuvörderst um die Menschen geht und die deren Bedürfnisse und kulturellen Prägungen wirklich ernst nimmt. Und schließlich gibt uns Rupert Neudeck ein weiteres Mal Unterscheidungskriterien an die Hand, mit deren Hilfe wir "echte Hilfe" von solcher unterscheiden können, die letztendlich doch nur den verschleierten Interessen mächtiger Lobbys dient. Möge das alles viele Leser finden! -- Freia Danz
Kurzbeschreibung
Immer weiter geht die Schere zwischen den Wohlhabenden und den Habenichtsen dieser Erde auseinander. Inzwischen ist die Dritte Welt mit ca. 2.000 Milliarden Euro gegenüber der Ersten Welt verschuldet und zahlt jährlich etwa neunmal so viel Schuldzins und Tilgung, wie sie Entwicklungshilfe erhält.
Aber nicht nur finanziell sind 80% der Weltbevölkerung arm dran. Ihre Bodenschätze werden im Norden verbraucht, dafür leiden die Länder des Südens überproportional an der durch die Industrieländer verursachten Klimaveränderung. Ausgehend von der internationalen Solidarität angesichts der Tsunami-Katastrophe fordern die Autoren einen Aktionsplan für die Dritte Welt – vergleichbar der Hilfe, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Marshallplan zuteil wurde. Diese Forderung sollte nicht nur aus altruistischen Gründen gehört werden, sondern im wohl verstandenen Eigeninteresse; denn den Reichen kann es auf Dauer nur gut gehen, wenn es dem Armen besser geht. Deshalb fordern Alt, Gollmann und Neudeck insbesondere von den europäischen Ländern eine umfassende Reformbegleitung für die Dritte Welt. Dabei geht es nicht nur um Finanztransfers, sondern Hilfe zur Selbsthilfe ist das Maß wirkungsvoller Unterstützung. Beispielhaft dafür arbeitet Rosi Gollmann mit der Andheri-Hilfe, die über 400 höchst wirkungsvolle Projekte in Indien und Bangladesh ins Leben gerufen hat.
Drei engagierte Autoren berichten aus verschiedenen Blickwinkeln: Rupert Neudeck von seiner heroischen Hilfe an Katastrophenbrennpunkten; Rosi Gollmann von ihrer Basisarbeit auf dem indischen Subkontinent und Franz Alt vor dem Hintergrund seiner Vor-Ort-Recherchen zu zahlreichen Filmen über die Probleme der Armen. „Eine bessere Welt ist möglich“ – der eindringliche Bericht zu Ursachen und Lösungsmöglichkeiten des Nord-Süd-Konflikts.
Die selbst gesteckten Ziele der Industrieländer zur Unterstützung der Dritten Welt sind bislang weit verfehlt worden. Die drei Autoren berichten von ihren Vor-Ort-Erfahrungen und von der katastrophalen Entwicklung, die zwei Drittel der Menschheit bedroht. Sie fordern einen Marshallplan zur Bekämpfung von Armut und Hunger.
Klappentext
Forum
"Den drei Autoren geht es nicht um Elend-Reports aus dem 'moral office' humanitärer Symbolik. Vielmehr wird drastisch belegt, daß es Kontinente der Armen, aber keine armen Kontinente gibt und folglich die Wohlhabenden aus Eigeninteresse einen Strategiewechsel vornehmen sollten."
Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Ein bewegender Tatsachenbericht zu Ursachen und Lösungsmöglichkeiten des Nord-Süd-Konflikts. Ein Marshallplan für die Zukunft."
Buchtipp, Münchner Stadtgespräche
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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Über den Autor
Rosi Gollmann hat nach zahlreichen Besuchen in Indien im Jahre 1967 die "Andheri-Hilfe-Bonn" gegründet und inzwischen über 3000 Entwicklungsprojekte in Indien, Bangladesh und Nepal erfolgreich realisiert.
Rupert Neudeck gründete 1979 das "Komitee Cap Anamur - Deutsche Notärzte" und 2003 die Organisation "Grünhelme". Cap Anamur engagierte sich in den letzten Jahren u.a. in Afghanistan, Sudan, Sierra Leone, Haiti, Kenia und Tschetschenien. Rupert Neudecks unkonventionellen Aktivitäten verdanken Hunderttausende in Asien, Afrika und Lateinamerika ihr Leben. 2003 erhielt er für sein Engagement den Marion-Dönhoff-Preis.